Der kritische Blick: So vergeht mir die Lust am Wählen
Gestern habe ich an dieser Stelle noch behauptet: Wählen ist eine Wonne. Wenn man aber sieht, was die Politiker aus den Ergebnissen machen, dann kann einem die Lust auf Demokratie vergehen. Wieder mal wird klar: Die Parteien interessieren sich nur noch für sich selbst.
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Der kritische Blick: Wählen ist Macht
Heute verrate ich einmal, warum ich gerne wählen gehe: Das Wahllokal liegt ohnehin auf dem Weg zum Fußballplatz. Und außerdem fühle ich mich mächtig dabei.
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Das passende Ende für Oasis
Das war’s. Und diesmal scheint es ernst zu sein. Noel schmeißt hin und versetzt Oasis damit wahrscheinlich den Todesstoß. Anders hätte es eigentlich auch gar nicht kommen können. Für die Fans von Oasis gibt es trotzdem Hoffnung.
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Hingehört: Arctic Monkeys – “Humbug”
| Interpret | Arctic Monkeys |
| Album | Humbug |
| Label | Domino Records |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Bewertung | **1/2 |
Diese Amis! Die kriegen aber auch alles kaputt. Sogar die Arctic Monkeys. Josh Homme (Queens Of The Stone Age) hat vieles auf dem neuen Album “Humbug” produziert, in seinem Studio mitten in der Wüste sind die meisten der Lieder entstanden. Die Platte ist entsprechend muskulös geworden. Sie ist ein Mysterium. Und eine Enttäuschung.
Die komplette Rezension gibt es auf news.de.
Die Arctic Monkeys bei MySpace.
Einer der besten Momente: Das Video zur Single “Cornerstone”:
Interview mit Maximo Park
Beim Highfield-Festival habe ich Paul Smith vom Maximo Park getroffen. Natürlich hatte er auch in der Garderobe die ganze Zeit über seinen Hut auf. Und er war in Plauderlaune: Statt der vereinbarten 15 Minuten haben wir eine Dreiviertelstunde geredet, über seine Lieblinge, die deutschen Fans und die Frage, was die Zukunft für Maximo Park bereithält.
Das komplette Interview gibt es auf news.de.
Ein kleiner Eindruck, wie Paul Smith später auf der Bühne umhergehopst ist:
Get Well Soon: Hin zur Hoffnung
Konstantin Gropper ist ein schüchterner Mensch. Das vermutet man schon, wenn man die Songs seiner Band Get Well Soon hört. Beim Highfield habe ich mich selbst davon überzeugen können. Denn unser Interview verlief zunächst etwas schleppend. Ein bisschen wirkte der Künstler, als hätte er lieber weiter in seinem Heiner-Müller-Buch gelesen, statt mit mir zu sprechen. Dann taute er aber auf. Und offenbarte viel Vorfreude auf das neue Album von Get Well Soon.
Den kompletten Artikel gibt es bei news.de.
Get Well Soon live beim Highfield (der beste Beweis, dass diese Musik auch bei Tageslicht funktioniert):
Eine Extra-Portion Euphorie
Highfield, Tag 2. Die Erkenntnisse: Das Wetter war besser. Die Maccabees waren die heimlichen Triumphatoren. Farin Urlaub hat auch ohne Ärzte inzwischen eine Menge Hits. Vampire Weekend sehen auch auf der Bühne aus, als seien sie gerade aus “Ferris macht blau” gefallen. Und The Offspring sind peinlich – aber auch nicht peinlicher als früher.
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Durchgelesen: Hauke Broust – “Wie die lieben Kollegen ticken”
| Autor | Hauke Brost |
| Titel | Wie die lieben Kollegen ticken |
| Verlag | Schwarzkopf & Schwarzkopf |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Bewertung | ** |
Nach Männern, Frauen und Teenies erklärt Hauke Brost diesmal, was die lieben Kollegen ausmacht, wie man mit ihnen umgeht und was man von ihnen lernen kann. Dabei vergisst er allerdings nicht nur, dass die Kollegen in der Regel auch Männer, Frauen oder gar Teenies sind. Er liefert auch noch ein Machwerk ab, das kaum lustig, dafür aber höchst bedenklich ist.
Fragen wie “Warum kriegen immer die anderen mehr Geld?” oder “Ist mein Kollege ein Agent vom Chef?” sind zwar scheinbar nah im Alltag in deutschen Firmen. Brost geriert sich auch permanent als Anwalt derer, die er “die Guten” nennt – also der fleißigen, stillen, freundlichen Arbeitnehmer. Doch mit diesen will der Autor in Wirklichkeit nichts zu tun haben. Stattdessen schreibt er ein kaum verhülltes Plädoyer für den Neoliberalismus und die Ellbogengesellschaft.
Was beinahe noch schlimmer wiegt: Die 1000 Interviews, die Brost angeblich bei der Recherche für dieses Buch geführt hat, wirken vor lauter Allgemeinplätzen wie ausgedacht.
Wer wirklich etwas über die Arbeitswelt erfahren will, für den ist jeder Besuch in der Kantine lehrreicher. Und lustiger.
Nach uns das Saatgut
Am dritten Tag beim Highfield war Härte angesagt. Natürlich habe ich mich auf meinen Krücken da lieber ins Zelt geschleppt, wo es Patrick Wolf und Temper Trap zu sehen gab. Und Tos, die trotz dieses bescheuerten Namens und der Hoffnung, einen Talentwettbewerb als Karrieresprungbrett nutzen zu können, wirklich gut waren. Jetzt ist erstmal Ruhe angesagt. Auch für Hohenfelden – wo das Festival zum letzten Mal stattfand.
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Ein feuriger Anfang vom Ende
Ein Heimspiel für Clueso, Hippie-Feeling bei Port O’Brien, Melancholie in praller Sonne von Get Well Soon – das letzte Highfield in Hohenfelden begann vielversprechend. Dazu trugen auch die Wombats bei, die Backstage gerne (aber schlecht) Tischtennis spielten und sich auf der Bühne noch immer nicht von ihren eigenen Hits langweilen lassen. Und dann waren da ja noch die Arctic Monkeys. Die hatten ihr neues Album im Gepäck und wurden förmlich herbeigesehnt – blieben aber fast genauso lange vieles schuldig.


