Draufgeschaut: Chocolat

Januar 31, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Vianne (Juliette Binoche) hat allerlei Köstlichkeiten anzubieten.

Film Chocolat
Produktionsland Großbritannien/USA
Jahr 2000
Spielzeit 121 Minuten
Regie Lasse Hallström
Hauptdarsteller Juliette Binoche, Victoire Thivisol, Alfred Molina, Lena Olin, Johnny Depp, Judi Dench
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Vianne kommt mit ihrer Tochter in eine beschauliche Kleinstadt in Frankreich. Sie eröffnet einen Laden und bietet dort süße Köstlichkeiten an. Ihre Rezepte betören zwar so manchen Kunden, doch dem konservativen Bürgermeister ist die unkonventionelle Frau ein Dorn im Auge. Er will sie loswerden – erst recht, als sie auch noch ein großes Fest mit Zigeunern feiern will.

Das sagt shitesite:

Die Schokolade wird zur Metapher für den eigenen Willen im Kampf gegen Konvention, Mief und Spießbürgertum. So wird Chocolat zu einer köstlichen Komödie über den Kampf zwischen Versuchung und Tugend.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Valerie

Januar 31, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
Valerie (Agata Buzek) schnorrt sich durch die Hauptstadt.

Valerie (Agata Buzek) schnorrt sich durch die Hauptstadt.

Film Valerie
Produktionsland Deutschland
Jahr 2007
Spielzeit 84 Minuten
Regie Birgit Möller
Hauptdarsteller Agata Buzek, Devid Striesow, Birol Ünel
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Valerie ist Model. Sie kommt aus Polen, lebt in Paris und will Weihnachten in Berlin verbringen. Es gibt dabei nur ein gar nicht so kleines Problem: Valerie ist völlig pleite. Und sie steht nun vor der Aufgabe, nur mit ihrem Charme und ihrer Schönheit über die Feiertage zu kommen.

Das sagt shitesite:

Ohne auch nur einen Moment lang die glamouröse Modewelt wirklich zu zeigen, schafft es Valerie, ohne allzu viel Aufhebens ihren Mythos zu zerlegen. Dass sich die Hauptfigur des Films permanent verstellen und prostituieren muss – und hier nicht, um ein Produkt oder einen Lebensstil zu verkaufen, sondern einfach, um etwas zu essen oder einen Platz zum Schlafen zu finden, ist eine ebenso unterschwellige wie fiese und clevere Pointe. So wird Valerie zu einer eindrucksvollen Studie über Einsamkeit und Lebenslügen.

Der Trailer zum Film:

Deraufgeschaut: American Pie 2

Januar 30, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
In einem eigens gemieteten Strandhaus hoffen Jim und seine Freunde auf den Sommer ihres Lebens.

In einem eigens gemieteten Strandhaus hoffen Jim und seine Freunde auf den Sommer ihres Lebens.

Film American Pie 2
Produktionsland USA
Jahr 2001
Spielzeit 108 Minuten
Regie James B. Rogers
Hauptdarsteller Jason Biggs, Shannon Elizabeth, Alyson Hannigan, Chris Klein, Natasha Lyonne, Thomas Ian Nicholas, Tara Reid, Seann William Scott, Mena Suvari, Eddie Kaye Thomas, Eugene Levy
Bewertung **1/2

Worum geht’s?

Das erste Jahr im College ist überstanden – und nun wollen die alten Schulfreunde um Jim, Stiffler und den Sherminator einen möglichst amüsanten Sommer verbringen. Die Idee, ein Strandhaus zu mieten, überzeugt sofort alle. Doch dann bekommt vor allem Jim ein Problem: Am Ende des Sommers will seine Angebetete Nadia zu Besuch kommen – und er ist immer noch kein guter Liebhaber.

Das sagt shitesite:

Die Fortsetzung geht komplett auf Nummer sicher. American Pie 2 ist amüsant dank reichlich Zoten, ein bisschen Slapstick und eines Soundtracks, der endlich Blink 182 enthält. Der Film verspielt aber trotz einiger Andeutungen in diese Richtung die Möglichkeit, den Humor des ersten Teils (und die Tatsache, dass man bei American Pie 2 mit einem sicheren Kassenschlager rechnen konnte) auf die Spitze zu treiben.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Contact

Januar 30, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Ellie Arroway (Jodie Foster) winkt ein Flug ins All.

Film Contact
Produktionsland USA
Jahr 1997
Spielzeit 153 Minuten
Regie Robert Zemeckis
Hauptdarsteller Jodie Foster, Matthew McConaughey, Tom Skerritt, Rob Lowe, John Hurt
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Schon als Kind hat sich Ellie Arroway für die Sterne und den Weltraum interessiert. Nun ist sie eine anerkannte Wissenschaftlerin. Ihre Bekanntheit steigt allerdings noch einmal deutlich an, als sie Funkwellen aus dem Weltall empfängt, die sich als Botschaft einer außerirdischen Intelligenz entpuppen. Ellie gerät in die Mühle zwischen Militär, Politik, Investoren und Professoren. Doch als sie all dies durchgestanden hat, winkt ihr ein Flug zu einem anderen Stern, um Kontakt zu den außerirdischen Wesen aufzunehmen. Ein in vielfacher Hinsicht gefährliches Vorhaben.

Das sagt shitesite:

Spannend, intelligent und trotz einer Spielzeit von zweieinhalb Stunden mit wenigen Längen. Die zunächst durchaus seriös angegangene philosophische und metaphysische Komponente der Thematik wird am Ende von Contact aber arg melodramatisiert.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Couchgeflüster

Januar 29, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Rafi (Uma Thurman, links) erzählt ihrer Therapeutin (Meryl Streep) von ihrem neuen Lover.

Film Couchgeflüster
Originaltitel Prime
Produktionsland USA
Jahr 2005
Spielzeit 102 Minuten
Regie Ben Younger
Hauptdarsteller Meryl Streep, Uma Thurman, Bryan Greenberg
Bewertung ***

Worum geht’s?:

Rafi ist 37 und frisch geschieden. Einer der wichtigsten Fixpunkte im Durcheinander ist ihre Therapeutin. Der erzählt sie natürlich auch sofort davon, als sie sich in einen 23-Jährigen verliebt. Die Therapeutin ermutigt sie trotz des großen Altersunterschieds zu der Beziehung – bis sie bemerkt, dass der Lover ihr eigener Sohn ist.

Das sagt shitesite:

Die originelle und charmante Geschichte krankt nur an einem: Sie versucht, mit zu vielen Wendungen für Aufregung zu sorgen. Das wäre gar nicht nötig, denn die süffisante Ausgangssituation von Couchgeflüster hätte auch einen Film getragen, der subtiler ist und mehr auf Atmosphäre setzt.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Cowgirl

Januar 28, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Paula (Alexandra Maria Lara) bricht aus ihrem bürgerlichen Leben aus.

Film Cowgirl
Produktionsland Deutschland
Jahr 2004
Spielzeit 78 Minuten
Regie Mark Schlichter
Hauptdarsteller Alexandra Maria Lara, Wotan Wilke Möhring, Peter Lohmeyer, Gottfried John, Ralf Richter, Oliver Korittke
Bewertung ***

Worum geht’s?:

Paula sucht das Glück. Schon immer. Als sie bei einem Klassentreffen ihrer Jugendliebe Max begegnet, merkt sie, dass ihr bürgerliches Leben sie niemals glücklich machen wird. Sie verlässt Ehemann, Bürojob und Provinz und fährt nach Hamburg zu Max. Doch dort geht alles schief: Paula tötet aus Versehen einen Gangsterboss und wird dann von dessen Handlangern und der Polizei gejagt. Doch auf der Flucht finden sie und Max zusammen.

Das sagt shitesite:

Nach trägem Beginn, in dem Alexandra Maria Laras Verhuschtheit sich der Unerträglichkeit nähert, enwtickelt sich der Film noch zu einer charmanten Gangsterkomödie. Insgesamt ist Cowgirl nett erzählt und von allen Beteiligten süffisant gespielt – gute Unterhaltung.

Einen Trailer zum Film gibt es nicht, dafür hübsche Bilder der Hauptdarstellerin:

Draufgeschaut: The Crow

Januar 27, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Eric Draven (Brandon Lee) kehrt von den Toten zurück.

Film The Crow
Produktionsland USA
Jahr 1994
Spielzeit 102 Minuten
Regie Alex Proyas
Hauptdarsteller Brandon Lee, Rochelle Davis, Ernie Hudson
Bewertung ****

Worum geht’s?:

Eric Draven und seine Verlobte Shelly Webster werden in der Halloween-Nacht ermordet. Sie fallen einer Gang zum Opfer, die das ganze Viertel terrorisiert. Ein Jahr später kehrt Eric von den Toten zurück, um sich zu rächen. Es beginnt ein düsterer Feldzug gegen das Böse. Bis seine Gegner erkennen, dass es eine Krähe ist, die Eric unverwundbar macht – und es ein zweites Mal auf ihn abgesehen haben.

Das sagt shitesite:

The Crow ist eine der besten Comic-Verfilmungen überhaupt. Tolles Szenenbild, tolle Atmosphäre. Und eine Story, die mit allen Klischees von Gut und Böse spielt und dennoch spannend und schlüssig ist.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Amateur

Januar 27, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
Isabelle und ihre Freunde sind auf der Flucht.

Isabelle und ihre Freunde sind auf der Flucht.

Film Amateur
Produktionsland USA/Frankreich
Jahr 1994
Spielzeit 105 Minuten
Regie Hal Hartley
Hauptdarsteller Isabelle Huppert, Martin Donovan, Elina Löwensohn, Damian Young, Chuck Montgomery
Bewertung **

Worum geht’s?

Isabelle ist eine gerade aus dem Kloster ausgetretene Ex-Nonne, die sich selbst als Nymphomanin bezeichnet, aber noch nie Sex hatte – und nun ihr Geld mit dem Schreiben für Sexheftchen verdient. Thomas ist ein Gangster, der von seiner Freundin aus dem Fenster geworfen wurde und daraufhin das Gedächtnis (und damit die Erinnerung an seine dunkle Vergangenheit) verliert. Sofia floh als Kind von Zuhause, geriet auf die schiefe Bahn, wurde Pornostar und will nun eine neue Existenz aufbauen. Sie alle treffen in New York aufeinander – und werden plötzlich von Killern gejagt, die hinter Disketten mit brisantem Inhalt her sind.

Das sagt shitesite:

Der Film war offenbar eine Herzensangelegenheit von Regisseur Hal Hartley, der auch das Drehbuch geschrieben und den Film mit produziert hat. Im negativen Sinne merkt man das Amateur auch an: Der Film ist völlig überambitioniert, wird erdrückt von sexuellen und religiösen Anspielungen, politischen und wirtschaftlichen Verschwörungstheorien und Figuren, die immer mehr Rätsel bleiben als wirklich Charaktere werden. Für die Innenansicht der Macher und die Exegese der Kritiker war Amateur womöglich äußerst reizvoll. Immerhin gibt es hier lauter gefallene Engel, die den Traum von einem bürgerlichen Dasein träumen – und auf der anderen Seite einen schonungslosen Blick darauf, wie verkommen dieses Dasein ist, weil sich Frauen darin oft nur über ihre Sexualität und Männer sich immer nur über ihre Karriere definieren. Diese Konstellation hätte, zumal in Verbindung mit dem gelungenen Grunge-Soundtrack und den durchweg guten Schauspielern, trotzdem spannend werden können, hätte Hartley dafür nicht ausgerechnet die Form eines Thrillers gewählt. Der ist zwar leidlich spannend, lässt den Zuschauer aber letztlich im Regen stehen.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: Alles auf Zucker

Januar 26, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 

Zucker, der Zocker (Henry Hübchen) muss irgendwie um die Totenwache für seine Mutter drumrum kommen.

Film Alles auf Zucker
Produktionsland Deutschland
Jahr 2004
Spielzeit 95 Minuten
Regie Daniel Levy
Hauptdarsteller Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer-Szurmiej, Steffen Groth, Anja Franke, Sebastian Blomberg
Bewertung ****

Worum geht’s?

Früher war Jaeckie Zucker ein berühmter Sportreporter. Doch seit dem Ende der DDR geht es für ihn scheinbar nur noch bergab. Zur Krönung droht ihm nun in ein paar Tage sogar das Gefängnis, weil er seine Schulden nicht bezahlen kann. Seine einzige Chance, noch einmal den Kopf aus der Schlinge zu ziehen ist ein Billard-Turnier, bei dem er sich gute Chancen auf das 100.000-Euro-Preisgeld ausrechnet. Es gibt da nur ein Problem: Seine Mutter ist gestorben. Und nun rückt seine jüdische Familie an und verlangt von ihm, dass er sieben Tage lang Totenwache hält, das Haus nicht verlässt und sich mit seinem Bruder versöhnt.

Das sagt shitesite:

Mit großem Herz, viel Wärme, erstaunlicher Leichtigkeit und genau der richtigen Mischung aus Chuzpe und Respekt werden hier gleich ganz viele Klischees durch den Kakao gezogen: der Zocker, der Wendeverlierer, das ultraorthodoxe Judentum und völlig verkorkste Eltern-Kind-Beziehungen sind dabei noch längst nicht alles. Somit wird Alles auf Zucker ebenso sympathisch wie unterhaltsam – und hat in Henry Hübchen einen Hauptdarsteller, der wie gemacht ist für diese Rolle.

Der Trailer zum Film:

Draufgeschaut: La double vie de Véronique

Januar 26, 2010 · Posted in Bewegtbild, DVD-Regal · Comment 
Veronika (Irene Jacob) ahnt: Sie ist nicht allein auf der Welt.

Veronika (Irene Jacob) ahnt: Sie ist nicht allein auf der Welt.

Film La double vie de Véronique
Produktionsland Frankreich/Polen
Jahr 1991
Spielzeit 98 Minuten
Regie Krzysztof Kieslowski
Hauptdarsteller Irene Jacob, Philippe Volter
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Veronika lebt in Polen. Als sie ihre kranke Tante in Krakau besucht, wird ihr Talent als Sängerin entdeckt. Sie gewinnt einen wichtigen Wettbewerb und scheint im siebten Himmel zu schweben. Doch da sind auch diese seltsamen Schwindelanfälle, die sie heimsuchen. Und das Gefühl, nicht alleine und nicht vollständig zu sein. Diese Unsicherheit kennt auch Veronique, die am selben Tag geboren, aber Musiklehrerin in Frankreich ist. Sie bekommt rätselhafte Botschaften geschickt, von denen sie meint, sie würden sie zur großen Liebe ihres Lebens führen. Und auch sie ahnt: Irgendwo auf der Welt ist eine Doppelgängerin von mir, mein zweites Ich.

Das sagt shitesite:

Irgendwo zwischen Schizophrenie, Seelenverwandtschaft und Zwillingsforschung wird in La double vie de Véronique das Porträt zweier Frauen gezeichnet, die genau in dem Kraft finden, was sie andererseits verzehrt. Bei der einen ist es die Musik, bei der anderen die Sehnsucht nach einem Mann. Dass der Film dabei manchmal zu sehr verliebt in die eigene Bildsprache mit vielen Spiegelungen, Lichtreflexen und einer etwas zu pompösen Szene im Marionettentheater ist, kann man La Double Vie de Véronique bei so herrlichen Bildern und einem so poetischen, beeindruckenden Ergebnis nicht wirklich vorwerfen.

Der Trailer zum Film:

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