Monatliche Archive: August 2014


Tage des Sturms

Die „Tage des Sturms“ spielen sich in diesem Film rund um den 17. Juni 1953 ab. Allerdings nicht in Berlin, sondern in Bitterfeld. Dieser Schauplatz erweist sich als Glücksfall für den Film, der sich vorschnelle Urteile erfreulicherweise verbietet.

Alfred Mannschatz (Peter Sodann) will seine alten Überzeugungen nicht aufgeben.

Marq Spusta hat das Cover von "Tied To A Star" gemalt.

J Mascis – „Tied To A Star“

Kaum einer trägt lange weiße Haare so stilsicher wie J Mascis. Kaum einer kann so mächtige Gitarrenwände hochziehen wie er. Auch auf seinem Soloalbum „Tied To A Star“ zeigt sich der Ex-Dinosaur-Jr-Mann als Virtuose – allerdings weitgehend akustisch.


Durchgelesen: Friedhelm Rathjen – „Von Get Back zu Let It Be“

Mit den Sessions zu „Get Back“ wollten die Beatles wieder zueinander und zu ihren Rock’N’Roll-Wurzeln finden. Das Ergebnis war ein Fiasko. Friedhelm Rathjen nimmt diese vier Wochen in seinem Buch unter die Lupe und zeigt: Der Grat zwischen ausgelassen und gehässig war damals denkbar schmal.

Mit Mythen über die Spätphase der Beatles räumt Friedhelm Rathjen in seinem Buch auf.

Klassischer Rock mit einer Prise Wahnsinn - das ist "Essential Tremors".

Hingehört: J. Roddy Walston & The Business – „Essential Tremors“

So lange klassischer Rock’N’Roll mit so viel Leidenschaft und Können gemacht wird wie von J. Roddy Walston & The Business, wird diese Musik wohl nicht totzukriegen sein. Das dritte Album „Essential Tremors“ zeigt die Südstaatler in Hochform – unter anderem dank eines Defekts im Nervensystem.


Draufgeschaut: Blitz

Tom Brant ist einer der härtesten Polizisten im rauen Londoner Osten. Jetzt jagt er einen Cop-Killer. „Blitz“ ist als Thriller passabel, leidet aber an einer Überdosis Machismo.

Tom Brant (Jason Statham) muss seine Kollegen vor einem Killer beschützen.

Zwischen Kraftwerk und Speed Metal verlieren Trans Am diesmal die Orientierung.

Hingehört: Trans Am – „Volume X“

Wie lustig: „Volume X“ haben Trans Am ihr zehntes Album genannt. Wieder fließen harter Rock und schräge Elektronik mühelos ineinander. Doch leider hat das Trio diesmal nicht mal den Ansatz eines roten Fadens zu bieten.


Durchgelesen: Edith Wharton – „Dämmerschlaf“

Schon 1927 ist „Dämmerschlaf“ von Edith Wharton erschienen. Eine deutsche Neuübersetzung zeigt nun, wie aktuell der Roman ist, der den Roaring Twenties den Spiegel vorhält: Er erzählt von einer Elite, die nichts von der echten Welt wissen will.

"Dämmerschlaf" wird ein satirischer Blick auf die High Society von New York.

Wer’s glaubt, wird selig

Früher kamen Ski-Touristen, jetzt kommt niemand mehr. Um seinem Dorf zu helfen, will Georg eine Heilige erfinden, die Pilger anlocken soll. „Wer’s glaubt, wird selig“ schafft es, daraus eine charmante Komödie zu machen, die Religion amüsant findet, aber nicht lächerlich macht.

Georg (Christian Ulmen) bittet den Papst (Nikolaus Paryla), seine Schwiegermutter heilig zu sprechen.

Musik aus dem Ungefähren gibt es auf "Shelter".

Hingehört: Moiré – „Shelter“

Von Moiré weiß man bisher so gut wie nichts, außer dass er aus London kommt. Sein Debütalbum „Shelter“ passt dazu – es ist elektronische Musik aus einer Zwischenwelt.


Zwischen Hardcore und Psychedelik toben sich Bo Ningen aus.

Bo Ningen – „III“

Mann oder Frau? Punk oder Gefrickel? Und in welcher Sprache? All diese Fragen lassen Bo Ningen gerne offen. Ihr drittes Album ist reichlich schräg, vor allem aber: laut.


Draufgeschaut: Soul Kitchen

Die eigene Kneipe ist oft keine gute Idee. Erst recht nicht, wenn der Koch wahnsinnig ist, der vorbestrafte Bruder Geschäftsführer werden will und das Finanzamt einem im Nacken sitzt. Fatih Akin macht aus dieser Konstellation in „Soul Kitchen“ eine herrlich energische Komödie – und eine Liebeserklärung an Hamburch.

Zinos (Adam Bousdoukos) hat reichlich Ärger mit seinem Restaurant.

Mit ihrem dritten Album haben JJ sich selbst gefunden.

JJ – „V“

„V“ ist das Album, das die beiden Schweden von JJ schon immer machen wollten, sagen sie. Das ist keine hohle Propaganda: Elin Kastlander und Joakim Benon schaffen es mit maximaler Eleganz, Romantik und Mysterium zu vereinen.


Draufgeschaut: Der Diktator

Rettet die Autokratie! Das ist die Mission von Sacha Baron Cohen in „Der Diktator“. Das ist erneut ein großer, anarchischer Spaß. Leider ist Cohen dabei aber nicht mehr halb so fies wie einst als Borat.

Admiral General Aladeen (Sacha Baron Cohen) hat die ganze Welt gegen sich.