Monatliche Archive: Oktober 2014


Draufgeschaut: Hurricane

Dreimal lebenslang lautet das Strafmaß, als der schwarze Profiboxer Rubin Carter 1966 verurteilt wird. Er ist empört und wittert eine rassistisch motivierte Verschwörung. Jahre später stößt der junge Lesra auf diese Geschichte und will den justizskandal aufdecken. „Hurricane“ erzählt diese wahre Geschichte – mit einem beeindruckenden Denzel Washington als Titelheld.

Lesra Martin (Vicellous Reon Shannon) macht sich für Rubin Carter (Denzel Washington) stark.

Tod eines Immobilienmaklers

Alex ist ein maximaler Unsympath. Als er stirbt, bietet sich ihm im Himmel eine zweite Chance: Wenn er ein besserer Mensch wird, darf er zurück ins Leben. Das wird eine originelle Farce, allerdings mit Macken.

In der Gameshow von Lurifax (Søren Rislund) kann man eine zweite Chance gewinnen.

Musik mit Diplom und emotionaler Kraft - das ist das Debüt von Wooden Arms.

Wooden Arms – „Tide“

Ein Klavierlehrer hat Wooden Arms gegründet, zum festen Instrumentarium gehören ein Cello, ein Kornett (!) und eine Geige. Man ahnt schon: Das Sextett aus Norwich hat auf seinem Debütalbum „Tide“ vor allem Schönklang im Sinn, manchmal gar in der Nähe von Klassik.


Zwei Klassiker, ein Cover, zehn neue Abwärts-Songs - so geht "Krautrock".

Abwärts – „Krautrock“

Abwärts klingen auf „Krautrock“ manchmal wie Wham! nach 30 Jahren im sibirischen Arbeitslager. Und manchmal noch schlimmer.


Durchgelesen: Danny Wallace – „Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto“

Toms Freundin ist weg, über Nacht verschwunden. Als er sich auf die Suche nach ihr macht, entdeckt er eine seltsame Selbsthilfegruppe und ein Mädchen, das ihm die Augen für die Möglichkeiten der Welt öffnet. Der dritte Roman von Danny Wallace macht daraus eine famos geschickte Geschichte über Verlust, Lebensfreude und Identität.

Vom Leben als Zitat erzählt der zweite Roman von Danny Wallace.

Der Urlaub von Martina (Stefanie Stappenbeck) und Ralf (Andreas Pietschmann) endet tragisch.

Ohne dich

Traute Zweisamkeit genießen Martina und Ralf im Urlaub in der Bretagne. Dann verschwindet er spurlos und wird für tot erklärt, sie will das nicht glauben. „Ohne Dich“ macht daraus einen Mix aus Thriller und Melodram – und reichlich Klischees.


Hingehört: Childhood – „Lacuna“

Nicht von einem bestimmten Sound, sondern von einer ganz eigenen Stimmung werden Childhood definiert. „Lacuna“, das Debütalbum der vier Londoner, erklärt höchst reizvoll, wie dieser Ansatz funktioniert.

"Lacuna" zeigt: Childhood wollen nicht Stars sein, sondern Musiker.

"Bilder deiner großen Liebe" erzählt die Geschichte einer unvergesslichen Außenseiterin.

Durchgelesen: Wolfgang Herrndorf – „Bilder deiner großen Liebe“

Erst wenige Tage vor seinem Tod willigte Wolfgang Herrndorf ein, die Fragmente posthum zu veröffentlichen, an denen er bis zuletzt gearbeitet hatte. „Bilder deiner großen Liebe“ ist nicht nur deshalb ein ergreifender Roman geworden – und zudem so etwas wie ein Prequel zum Bestseller „Tschick“.


King Tuff – „Black Moon Spell“

Unter der Herrschaft von King Tuff ist Rockmusik vor allem ein Königreich, in dem sich die Fantasie austoben kann. Sein drittes Album umschreibt er als „a heavily weird, heavenly dark, hysterically magical Rock & Roll Sexperience“. Das stimmt sogar.

Energie und Wahnsinn sind wichtige Zutaten für "Black Moon Spell".

Mit dem Heimspiel in Leipzig beendeten Malky ihre Tour. Foto: verstaerker.com

Malky, Täubchenthal, Leipzig

Die Tour zum Debütalbum „Soon“ war für Malky ein großer Erfolg. In ihrer Wahlheimat Leipzig feiern sie das Finale und offenbaren dabei nur ein Manko: Sie haben zu wenig Songs.


Draufgeschaut: Gestern waren wir Fremde

Die junge Ingenieurin Sophie bandelt mit ihrem neuen Nachbarn an. Was als Zufalllsbegegnung beginnt, endet in der Aufdeckung eines tragischen Familiengeheimnisses. „Gestern waren wir Fremde“ erzählt diese Geschichte als beeindruckender, stilsicherer Fernsehfilm.

Sophie (Lisa Wagner) beginnt eine Affäre mit Max (André Szymanski).