Alles ist Liebe


Film Alles ist Liebe

Alles ist Liebe Filmkritik Rezension

Clara (Heike Makatsch, links) und Kiki (Nora Tschirner) haben Liebeskummer im Advent.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2014
Spielzeit 120 Minuten
Regie Markus Goller
Hauptdarsteller Nora Tschirner, Tom Beck, Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring, Katharina Schüttler, Fahri Yardım, Christian Ulmen, Julia Hartmann, Inez Bjørg David
Bewertung

Worum geht’s?

In Frankfurt soll ein großes Weihnachtsspektakel steigen. Doch bei der Vorbereitung geht Etliches schief: Der renommierte Theaterschauspieler, der den Weihnachtsmann darstellen soll, stirbt auf dem Weg zur Vorstellung. Als ein Ersatzmann einspringt und die Wunschzettel der Kinder um Ufer des Mains einsammelt, stürzt ein Kind in den Fluss. Auch der aus Deutschland stammende Hollywoodstar Jan, der über die Feiertage zurück in der alten Heimat ist und dem Event zusätzlichen Glamour verschaffen soll, hat so seine Schwierigkeiten: Er muss seinen nächsten Termin planen und sich zwischen einer quotenträchtigen Talkshow und einer Wohltätigkeitsveranstaltung entscheiden, dann trifft er auch noch seine Jugendliebe Kiki wieder. Rund um diese kleinen und großen Katastrophen haben ein drei Frankfurter Pärchen mit ihren ganz eigenen Vorweihnachtsproblemen zu kämpfen.

Das sagt shitesite:

Fünf Episoden verwebt Regisseur Markus Goller in Liebe ist alles. Seine Protagonisten haben Schulden, Ärger im Job und Liebeskummer, eine schwule Hochzeit droht zu platzen und eine der Figuren muss den Tod ihres Vaters kurz vor Heiligabend betrauern. Trotz einer Spielzeit von zwei Stunden muss man feststellen: Es fehlt die nötige Zeit, um all das richtig auszuerzählen. Einiges wirkt hektisch, an anderen Stellen ist der Plot nicht glaubwürdig genug.

Auch die Idee, auf Hochglanz-Optik und möglichst viele Weihnachtsbezüge zu setzen, steht einem wirklich überzeugenden Ergebnis manchmal eher im Weg als dass sie helfen würde. Die Bezüge zu Tatsächlich Liebe sind dezent, aber erkennbar, der Charme dieses Vorbilds wird hier aber nirgends erreicht. Zwischen cleverem Zitat und eigenen Ideen verzettelt sich Goller ein bisschen zu oft.

Das Beste an Alles ist Liebe ist deshalb die Besetzung: Das Ensemble ist nicht nur extrem prominent, sondern auch sichtbar inspiriert. So gelingt es immerhin, zuerst am Beispiel der Kinder, die mit ihren Wunschzetteln ganz wuschig werden, und dann anhand der Erwachsenen, die 51 Wochen im Jahr gut mit Konflikten auskommen, aber zu Heiligabend nichts anderes ertragen können als totale Harmonie, all das zu zeigen, was Weihnachten neben dem Fest der Liebe eben auch alles ist: Inszenierung, Täuschung und Stress.

Bestes Zitat:

„Es ist Weihnachten. Vergebungstechnisch ist das schon so eher Hauptsaison.“

Der Trailer zum Film.

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