Draufgeschaut: Die Truman Show 1


In der Heimatstadt von Truman Burbank (Jim Carrey) passieren seltsame Dinge.

In der Heimatstadt von Truman Burbank (Jim Carrey) passieren seltsame Dinge.

Film Die Truman Show
Produktionsland USA
Jahr 1998
Spielzeit 99 Minuten
Regie Peter Weir
Hauptdarsteller Jim Carrey, Laura Linney, Noah Emmerich, Natascha McElhone, Ed Harris
Bewertung *****

Worum geht’s?

Truman Burbank ist der berühmteste TV-Star der Welt. Millionen Menschen schalten täglich ein, um zu erleben, wie es ihm ergeht. Das einzige Problem dabei: Truman selbst weiß nichts davon. Als kleiner Junge wurde Truman von einer Produktionsfirma adoptiert und nun inszeniert des Fernseh-Genie Christof mit riesigem Aufwand Trumans Leben. Sein Heimatort Seahaven ist ein riesiges Fernsehstudio, und Trumans Eltern, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn sind durchweg Schauspieler. Als Trumans Sehnsucht nach Abenteuer zu groß wird und ihm ein paar seltsame Ereignisse in Seahaven auch noch skeptisch machen, haben sie alle Hände voll zu tun, den Star der Show im Zaum zu halten – und ihm weiter ein ganzes Leben vorzuspielen.

Das sagt shitesite:

Viel mehr kann man von Kino nicht erwarten: Die Truman Show ist ebenso unterhaltsam wie spannend, ebenso rührend wie vielschichtig. Der Film ist nicht nur eine gekonnte Medienkritik, der Product Placement ebenso gekonnt aufs Korn nimmt wie Reality TV. Die Truman Show greift auch tiefe, grundlegende Probleme des Medienzeitalters auf.

Wenn Truman am Wendepunkt des Films sagt: „Ich brauche dringend Hilfe. Ich glaube, ich bin spontan“, dann führt das die ernüchternde Berechenbarkeit unseres Alltags und unserer Lebenswege vor Augen. Dazu kommen die Allmachtsphantasien des Regisseurs, der nicht weit weg ist von den Möglichkeiten des Überwachungsstaats.

Vor allem aber thematisiert Die Truman Show unsere Sehnsucht nach dem Echten, Ursprünglichen, Unzweifelhaften – und die Fähigkeit der Medien, uns einen Ersatz für diese Sehnsucht zu liefern, der seinerseits wieder die Sehnsucht verstärkt, eben weil es bloß ein Ersatz ist. Dass immer wieder auch das Publikum der TV-Serie gezeigt werden, ist dabei ein sehr cleverer Kniff, denn der Zuschauer ahnt: Auf der nächsten Stufe dieses Voyeurismus findet er sich selbst.

Jim Carrey ist dabei die perfekte Besetzung für die Hauptfigur. Denn gerade der Rest des Clownhaften, Grimassigen in seinem Spiel macht die Botschaft der Truman Show erst wirklich deutlich: Freiheit ist auch das Recht, seine eigenen Fehler machen zu dürfen.

Bestes Zitat:

„Wir akzeptieren die Realität der Welt, die uns dargeboten wird.“

Der Trailer zum Film:


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