Draufgeschaut: 8 Mile


B-Rabbit (Eminem, rechts) will sich als Rapper Respekt verschaffen.

B-Rabbit (Eminem, rechts) will sich als Rapper Respekt verschaffen.

Film 8 Mile
Produktionsland USA
Jahr 2002
Spielzeit 106 Minuten
Regie Curtis Hanson
Hauptdarsteller Eminem, Kim Basinger, Mekhi Phifer, Brittany Murphy, Evan Jones
Bewertung ****

Worum geht’s?

Jimmy Smith hat den selben Traum wie alle in seiner Gegend: Er will raus aus Detroit. Er träumt von einer großen Karriere als Rapper unter dem Künstlernamen B-Rabbit. Aber als einziger Weißer in der Rapszene wird er nicht ernst genommen – und auch seine Mutter, seine Freundin und seine Kumpels machen ihm das Leben nicht gerade einfacher.

Das sagt shitesite:

8 Mile hätte mächtig schief gehen können. Rapper sind schließlich nicht gerade die letzten, die man der unerträglichen Selbstbeweihräucherung und der spinnerten Idee, sie könnten auch schauspielern, verdächtigen würde. Doch der Film ist ein Volltreffer. Nicht nur, weil Eminem hier durchaus mimisches Talent beweist. Sondern auch, weil in den Battle-Szenen Gott sei Dank komplett auf Untertitel gesetzt wird. Und vor allem, weil die Macher nicht der Versuchung erliegen, aus 8 Mile ein typisches Hollywood-Aufstiegsmärchen zu machen. Der Film endet, bevor die Hauptfigur ganz groß rauskommt, er endet sogar ohne ein Happy End im klassischen Sinne. Vor allem aber ist 8 Mile so authentisch, wie man es in Hollywood nur sein kann: Kim Basinger als kaputte Trailer-Park-Mutter, sinnloses Ballern und totaler Opportunismus angesichts der kleinsten Chance, dem Elend zu entfliehen – das ist wohl ein ziemlich originalgetreues, nichts beschönigendes Bild des Milieus, in dem Eminem aufwuchs. Er verkörpert das ultimative HipHop-Prinzip: Rap ist sein Werkzeug, um sich Respekt zu verschaffen. In 8 Mile wird (wie auch bei Eminems Musik) besonders deutlich, welche Kraft dieses Werkzeug haben kann, weil er ein Außenseiter ist, ein Kämpfer – und weiß.

Der Trailer zum Film:

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