Draufgeschaut: Abbitte


Robbie (James McAvoy) und Cecilia (Keira Knightley) verbindet eine heimliche Liebe.

Robbie (James McAvoy) und Cecilia (Keira Knightley) verbindet eine heimliche Liebe.

Film Abbitte
Originaltitel Atonement
Produktionsland Großbritannien
Jahr 2007
Spielzeit 118 Minuten
Regie Joe Wright
Hauptdarsteller Keira Knightley, James McAvoy, Romola Garai, Saoirse Ronan, Vanessa Redgrave
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Briony ist 13 und das Leben auf einem englischen Landsitz im Jahr 1935 ist für sie genauso langweilig wie für jedes andere aufgeweckte Mädchen. Sie vertreibt sich die Zeit, indem sie dichtet – und mit ihrer Schwärmerei für Robbie, den Sohn der Haushälterin. Als sie aber entdeckt, dass Robbie sich viel eher zu ihrer älteren Schwester Cecilia hingezogen fühlt, ist ihre Rache grausam: Sie hängt Robbie eine Vergewaltigung an – eine Lüge, die alle Beteiligten schnell bitter bereuen.

Das sagt shitesite:

Das Erste was an Abbitte auffällt, ist das Gesicht von Saoirse Ronan: wie gemacht für eine Schauspielkarriere, voller Rätsel und Charakter. Wie sie die junge Briony spielt, die in sich die Unbarmherzigkeit eines Kindes und die Gerissenheit einer jungen Frau vereint, ist famos. Um sie herum baut Joe Wright, basierend auf dem Roman von Ian McEwan, einen Film auf, der zunächst bürgerliches Trauerspiel ist und dann zu einem Weltkriegsepos wird.

Die letzten Zuckungen des bürgerlichen Zeitalters, die aufgesetzte Spießigkeit, die darunter lauernde schwüle Begierde – all das zeigt er mit ein paar Längen und nicht immer ganz frei von Kitschverdacht, aber stets sehr geschmackvoll. Auch, als die Welt längst in Trümmern liegt, wartet er immer wieder mit gekonnten Lichtspielen auf. Er gönnt sich Schwarz-Weiß-Szenen, Traumsequenzen und immer wieder überraschende Zeitsprünge. Doch viel mehr als das Handwerk beeindruckt hier die Handlung. Abbitte erzählt eine todtraurige Geschichte von Schuld und Sühne und wartet letztlich mit einer Pointe auf, die auch deshalb so grandios ist, weil sie perfekt zur Form des Films passt. So beeindruckend wurde selten über die Fallen und die Verführung der Fantasie, aber auch über ihre versöhnende Allmacht reflektiert.

Der Trailer zum Film:

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