Draufgeschaut: Beim ersten Mal


Alison (Katherine Heigl) und Ben (Seth Rogen) erwarten ein Kind.

Alison (Katherine Heigl) und Ben (Seth Rogen) erwarten ein Kind.

Film Beim ersten Mal
Originaltitel Knocked Up
Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 129 Minuten
Regie Judd Apatow
Hauptdarsteller Seth Rogen, Katherine Heigl, Paul Rudd, Leslie Mann, Jason Segel, Jay Baruchel, Jonah Hill, Martin Starr, Harold Ramis, Loudon Wainwright III
Bewertung

Worum geht’s?

Alison Scott ist kurz davor, eine echte Karrierefrau zu werden. Sie ist clever, hübsch und ehrgeizig, und gerade hat sie erfahren, dass ihr Traum von einem Moderatorenjob beim Fernsehen endlich wahr wird. Um das zu feiern, zieht sie mit ihrer Schwester los, und landet am Ende mit Ben Stone im Bett. Er hat sie mit Charme, Humor und Offenheit für sich gewonnen, doch am Morgen danach merkt Alison: Ben ist ein Loser, dessen Leben nur aus Rumhängen, Sprücheklopfen und Kiffen mit seinen Kumpels besteht. Es soll ein One-Night-Stand bleiben, doch nach ein paar Wochen bemerkt Alison, dass sie schwanger ist. Sie ist geschockt: Ben ist weit davon entfernt, ihr Traummann zu sein oder der ideale Vater für ihre Kinder. Ben kann sich ebenso wenig mit dem Gedanken anfreunden, plötzlich für ein kleines Baby verantwortlich zu sein. Trotzdem versuchen die beiden, sich zusammenzuraufen – was noch viel schwieriger wird als gedacht.

Das sagt shitesite:

Traumfrau trifft Volltrottel: Nach diesem einfachen Rezept funktioniert Beim ersten Mal zunächst. Das verleiht dem Film in den ersten Minuten eine ultimative Oberflächlichkeit: Mit wie vielen Klischees Ben als der prototypische Verlierer und wie penetrant Alison als das All American Girl inszeniert werden, ist schwer zu ertragen.

Übersteht man diese Phase, wird Beim ersten Mal aber schnell zu einer originellen, amüsanten und sogar mutigen Komödie, die letztlich genau diese Klischees braucht, um zu funktionieren. Denn der Film nimmt die Geschlechterrollen ebenso auf die Schippe wie die klassischen Vorstellungen von Leistung und Aufstieg, Familie und Beziehung.

Ben ist unreif, ungehobelt und ungepflegt, ein vulgärer Chauvi, der davon träumt, mit einer Internetseite das große Geld zu machen, die auf Nacktszenen von Filmstars setzt. Er genießt das Leben mit seinen Kumpels (deren Figuren übrigens dieselben Vornamen wie die dazugehörigen Schauspieler tragen) und lässt Gott einen guten Mann sein. Die herrliche Szene, in der Alison erstmals die WG von Ben besucht, muss ihr klar machen: Sie erwartet ein Kind von Beavis & Butthead.

Doch statt ihn zu einem anständigen, fleißigen Papa zu machen, nimmt die Kennenlernphase während der Schwangerschaft eine ganz andere Richtung: Alison erkennt ihre derbe und kindische Seite und schockt damit ihr Umfeld, das sie bisher für ein braves, strebsames Mädchen gehalten hatte. Das alles wird erstaunlich schonungslos und politisch unkorrekt erzählt, sodass Beim ersten Mal mitunter wie ein Mix aus Hangover und Voll verheiratet wirkt. Vor allem aber wie der lebende Beweis für die Tatsachen, dass man eben nicht „ein bisschen schwanger“ sein kann, dass Männer nichts von Frauen verstehen – und umgekehrt.

Bestes Zitat:

“Letzte Nacht war toll. Also das, was ich davon noch weiß.”

Der Trailer zum Film:

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