Draufgeschaut: Blitz


Film Blitz

Tom Brant (Jason Statham) muss seine Kollegen vor einem Killer beschützen.

Tom Brant (Jason Statham) muss seine Kollegen vor einem Killer beschützen.

Produktionsland England
Jahr 2011
Spielzeit 97 Minuten
Regie Elliott Lester
Hauptdarsteller Jason Statham, Paddy Considine, Aidan Gillen, Zawe Ashton
Bewertung

Worum geht’s?

Tom Brant mag keine Verbrecher. Kein Wunder: Er ist Polizist im Osten Londons, und zwar einer von der unkonventionellen Sorte. Serienkiller kann er naturgemäß auch nicht leiden, erst recht nicht, wenn sie sich auf das Töten von Polizisten spezialisiert haben. Genau so einem Cop-Killer ist er auf den Fersen, doch der Täter ist ebenso dreist wie raffiniert. Er nennt sich „Der Blitz“ und kündigt die Zahl seiner Opfer sogar in der Zeitung an. Noch dazu hat Tom Brant in letzter Zeit mit Blackouts zu kämpfen und mit seinem neuen Chef reichlich Ärger, denn der kommt erstens aus einem anderen Stadtteil und hat zweitens keine Lust auf Ermittler, die gerne über die Strenge schlagen.

Das sagt shitesite:

Schon nach 15 Minuten von Blitz hat man erkannt: Detective Seargant Brant ist der ultimativ unnachgiebige Cop, hundertmal härter als Bruce Willis. Es ist genau dieser Hang zum Extremen und Offensichtlichen, der Blitz zu einem allenfalls gemischten Vergnügen macht. Der Fall an sich ist zwar spannend inszeniert und als Thriller wird der Film passabel, doch Brant ist als harter Hund ebenso überzeichnet wie Der Blitz, der hier als rund-um-die-Uhr-Psychopath beinahe zur Karikatur wird.

Gerade der Versuch, neben der schnöden Ermittlungsarbeit noch weitere Ebenen zu integrieren, schadet dem Film letztlich. Der Korpsgeist in der Polizei, die Selbstzweifel der Ermittler („Wenn wir nicht mal uns selbst schützen können, was sind wir dann wert?“, fragt sich einer der Cops, als ein weiterer Kollege dem Blitz zum Opfer gefallen ist), das Resignieren angesichts der allgegenwärtigen Kriminalität in einem Problemviertel – all das ist eher lästig, vor allem, weil es ebenfalls vollkommen eindimensional erzählt wird. Das trifft auch auf Brants angespannte Beziehung zu seinem Chef zu, der als schwuler Paragraphenreiter ohne Stallgeruch einen schweren Stand in seinem neuen Revier hat.

Auf Dauer nervt dann auch Brants mega-männliche Härte, gerne garniert mit einem Glas Whiskey und einem derben Spruch. Schnell ist klar: Auch in Brant stecken, ebenso wie in dem Serienkiller, den er jagt, reichlich Frust, Aggression und Wut auf das System, Blitz läuft auf ein Duell zwischen Psychopath und Psychopath hinaus, und am Ende wird derjenige gewinnen, der cooler ist. Das Selbstjustiz hier letztlich durch Selbstjustiz bestraft wird, passt zur dämlichen Machismo-Attitüde des Films.

Bestes Zitat:

“Wenn ihr euch schon mit dem falschen anlegt, dann mit der richtigen Waffe.“

Der Trailer zum Film:

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