Draufgeschaut: Boat Trip


Jerry (Cuba Gooding Jr., links) und Nick (Horation Sanz) sind versehentlich auf einer Schwulen-Kreuzfahrt gelandet.

Jerry (Cuba Gooding Jr., links) und Nick (Horation Sanz) sind versehentlich auf einer Schwulen-Kreuzfahrt gelandet.

Film Boat Trip
Produktionsland USA/Deutschland
Jahr 2002
Spielzeit 93 Minuten
Regie Mort Nathan
Hauptdarsteller Cuba Gooding Jr., Horatio Sanz, Roselyn Sánchez, Vivica A. Fox, Maurice Godin, Roger Moore, Victoria Silvstedt
Bewertung *1/2

Worum geht’s?

Als Jerry seiner Freundin einen Heiratsantrag macht, fällt er aus allen Wolken: Sie sagt Nein und gesteht ihm zudem, dass sie eine Affäre hat. Jerry ist geschockt und versinkt in Selbstmitleid. Um ihn wieder auf andere Gedanken zu bringen, bucht sein Freund Nick eine Kreuzfahrt. Er ist sicher: An Bord werden die beiden jede Menge Frauen abschleppen. Dummerweise landen Nick und Jerry aber auf einer Kreuzfahrt für Schwule.

Das sagt shitesite:

Man könnte ein paar Witze machen à la „Rette sich, wer kann“ oder „Boat Trip ist die ‚Costa Concordia‘ unter den Sexkomödien“. Damit würde man sich aber allenfalls auf das Niveau dieses schwer erträglichen Machwerks begeben. Fakt ist: Boat Trip hat keinen einzigen guten Witz, ein katastrophales Drehbuch und nichts, was eine gute Komödie ausmachen würde. Dazu werden hier auch noch alle denkbaren Klischees (und ein paar mehr) bezüglich Homosexualität aufgefahren.

Zwar schafft es Cuba Gooding Jr. als Jerry, auch inmitten von so viel Dilettantismus zu zeigen, dass er schauspielern kann. Auch Roger Moore beweist erfreuliche Bereitschaft zur Selbstironie und sorgt als alternde Tunte auf der Suche nach Frischfleisch für etwas Amüsement. Und immerhin wartet Boat Trip mit einer ordentlichen Requisite auf. Alles andere pendelt hier aber zwischen unlustig und peinlich. Das Gag-Niveau von Road Trip, auf das schließlich der Titel anspielt, oder der American Pie-Reihe erreicht diese Komödie in keinem Moment, was auch daran liegt, dass den Machern der Mut fehlt, auch einmal politisch unkorrekt zu sein.

Zum Schluss also doch ein Kalauer, weil es so schön passt: Ein klarer Fall von Schiffbruch.

Bestes Zitat:

“So ein vielversprechender Bursche. Er hätte ein wirklich großer werden können. Ich sah in ihm dasselbe wie in Elton John.”

Der Trailer zum Film:

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