Draufgeschaut: Bodyguard


Frank Farmer (Kevin Costner) soll die Pop-Diva Rachel Marron (Whitney Houston) beschützen.

Frank Farmer (Kevin Costner) soll die Pop-Diva Rachel Marron (Whitney Houston) beschützen.

Film Bodyguard
Produktionsland USA
Jahr 1992
Spielzeit 120 Minuten
Regie Mick Jackson
Hauptdarsteller Kevin Costner, Whitney Houston, Gary Kemp
Bewertung *1/2

Worum geht’s?

Rachel Marron ist gerade dabei, mit ihrer Gesangs- und Schauspielkarriere so richtig durchzustarten. Doch ein verrückter Fan schickt dem Popstar immer wieder Morddrohungen. Als sogar ein Attentat mit einer Paketbombe auf sie fehlschlägt, ist die Gefahr nicht länger zu ignorieren. Deshalb heuert sie Frank Farmer als Leibwächter an, einen ehemaligen Geheimdienstagenten. Der Bodyguard mag eigentlich keine Prominenten, doch dann kommt er Rachel immer näher.

Das sagt shitesite:

Über weite Strecken hat Bodyguard allenfalls das Niveau eines soliden Fernsehfilms. Als Thriller ist der Streifen nicht überzeugend, als Liebesgeschichte noch weniger. Die Actionszenen wirken wie willkürlich hineingezwängt (so eskaliert der Konkurrenzkampf mit einem anderen Securitymann zu einer völlig sinnlosen Schlägerei in der Küche, später verprügelt Frank Farmer versehentlich einen völllig Unbeteiligten, der ansonsten im Film überhaupt keine Rolle spielt), die Ästhetik der Bilder wirkt oft genug wie das letzte verzweifelte Zucken der Achtziger.

Das Drehbuch hat große Schwächen, so ist unter anderem in keiner Weise nachvollziehbar, woher auf einmal die Zuneigung zwischen Pop-Diva und Leibwächter kommen soll. Ebenso willkürlich wirkt der Sinneswandel der beiden, als sie sich dann wieder verkrachen. Die vielleicht spannendste Thematik wird bloß angerissen: Ein durch und durch bodenständiger Mann, der das personifizierte Pflichtbewusstsein ist und sich als einsamer Cowboy betrachtet, trifft auf eine Frau, die die Glitzerwelt liebt, Ruhm und Anerkennung herbeisehnt und sogar ihr Familienleben diesen Zielen unterordnet. Das Aufeinandertreffen dieser Lebensentwürfe hätte reizvoll werden können, wenn es konsequenter im Zentrum von Bodyguard gestanden hätte.

So bleibt als positive Überraschung an diesem Film eigentlich nur die Performance von Whitney Houston. Sie spielt in Bodyguard erstaunlich überzeugend – was aber nicht mehr ganz so überraschend ist, wenn man bedenkt, dass sie eine launische, erfolgsbesessene, tendenziell kaputte Popsängerin spielt.

Bestes Zitat:

“Politik und Showbusiness – das ist doch heutzutage fast dasselbe.”

Der Trailer zum Film:

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