Draufgeschaut: Das Streben nach Glück


Chris Gardner (Will Smith) muss seinen Sohn Christopher (Jayden Smith) bei Laune halten - und einen neuen Job finden.

Chris Gardner (Will Smith) muss seinen Sohn Christopher (Jayden Smith) bei Laune halten - und einen neuen Job finden.

Film Das Streben nach Glück
Originaltitel The Pursuit Of Happyness
Produktionsland USA
Jahr 2006
Spielzeit 113 Minuten
Regie Gabriele Muccino
Hauptdarsteller Will Smith, Jaden Smith, Thandie Newton, Brian Howe
Bewertung ***

Worum geht’s?

All seine Ersparnisse hat Chris Gardner in ein neuartiges medizinisches Gerät investiert, das er nun als Vertreter an den Mann zu bringen versucht. Doch der Absatz ist mehr als schleppend, sodass er immer mehr zu kämpfen hat, seine Frau und seinen kleinen Sohn zu versorgen. Eine Ausbildung zum Börsenmakler erscheint ihm als bessere Perspektive. Doch dazu muss er erst sechs Monate Praktikum überstehen – ohne Bezahlung und mit dem Wissen, dass er nur als bester von 20 Bewerbern eine Chance hat. Als ihn auch noch seine Frau verlässt, wird die Bewährungsprobe zum ultimativen Härtetest.

Das sagt shitesite:

Das Streben nach Glück basiert auf der Lebensgeschichte des Börsenmaklers Chris Gardner. Die erste gute Idee bei deren Verfilmung: Die erfolgreiche Zeit der Hauptfigur findet hier nur in zwei Einblendungen ganz am Schluss statt, denn Das Streben nach Glück konzentriert sich ganz auf die Phase, in der Gardner am Abgrund stand. Die zweite gute Idee: Dass Will Smith hier einen alleinerziehenden Vater spielt und sein echter Sohn Jayden seinen Film-Filius Christopher verkörpert, funktioniert hervorragend. Überhaupt erstaunt die Leistung von Will Smith, der für diese Rolle mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde: Dass dieser Mann mal der Prinz von Bel Air war, kann man kaum noch glauben.

Allerdings ist Das Streben nach Glück nicht rundum gelungen. Zum einen wird ein bisschen zu sehr auf der ur-amerikanischen Ideologie (der Originaltitel bezieht sich auf die Unabhängigkeitserklärung, in der Thomas Jefferson jedermann das Streben nach Glück zugesteht) herumgeritten. Zum anderen ist der Film schlicht ein Stück zu lang.

Trotzdem steht unterm Strich ein beeindruckendes Bild eines Mannes, der zunächst nicht verzweifelt oder gar mittellos ist, aber eben weit weg von den eigenen Ansprüchen und dem Leben, von dem er einst geträumt hat. Wie daran eine Familie zerbricht, ist für Hollywood-Verhältnisse fast erschütternd realistisch und erstaunlich unpathetisch inszeniert. Letztlich ist Das Streben nach Glück damit eine Parabel für die Verheißung, aber auch das Bedrückende des Kapitalismus.

Bestes Zitat:

“Als ich noch jung war und mal wieder eine 1 geschrieben hatte, in Geschichte oder sonst einem Fach, da hat mich immer dieses tolle Gefühl übermannt, dass mir alle Türen offen standen. Und am Ende waren sie doch alle zu.”

Der Trailer zum Film:

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