Der englische Patient


Film Der englische Patient

Graf Almásy (Ralph Fiennes) sehnt sich nach Katharine Clifton (Kristin Scott Thomas).

Graf Almásy (Ralph Fiennes) sehnt sich nach Katharine Clifton (Kristin Scott Thomas).

Produktionsland USA/Großbritannien
Jahr 1996
Spielzeit 160 Minuten
Regie Anthony Minghella
Hauptdarsteller Juliette Binoche, Ralph Fiennes, Willem Dafoe, Kristin Scott Thomas, Naveen Andrews, Colin Firth, Julian Wadham, Jürgen Prochnow
Bewertung

Worum geht’s?

Hana glaubt, dass ein Fluch auf ihr liegt: Alle Menschen, die ihr nahe stehen, sterben. Ihr Liebster ist auf dem Schlachtfeld gefallen, ihre beste Freundin kommt durch eine Landmine ums Leben. Auch deshalb hat Hana genug vom Leben als Krankenschwester im Feldlazarett auf italienischen Kriegsschauplätzen. Als sie ein verlassenes Kloster entdeckt, beschließt sie, sich dort ganz und gar der Pflege eines todkranken Patienten hinzugeben. Der hat nach einem Flugzeugabsturz schwerste Verbrennungen erlitten und sein Gedächtnis verloren. Im Kloster findet Hana zurück ins zivile Leben, und ihr englischer Patient entdeckt nach und nach seine Vergangenheit wieder. Oder kennt er sie bereits und wagt bloß nicht, sie zu offenbaren?

Das sagt shitesite:

Großartige Bilder, ein virtuoses Ping-Pong-Spiel aus Gegenwart und Rückblenden, äußerst kultivierte Anspielungen auf Herodot und Archäologie und das alles in einer hoch erotischen Atmosphäre – viel besser kann eine Literaturverfilmung nicht sein.

Auf zwei Ebenen entwickelt sich hier die Geschichte einer unmöglichen Liebe, in beiden Fällen auf der Grundlage von Angst, Gefahr und Lüge. Deshalb gehen alle Figuren in Der englische Patient bis zum Äußersten: sie leiden, sie opfern sich, sie töten, aus Liebe, aus Rache, aus Mitgefühl, aus Pflichtbewusstsein.

Erstaunlicherweise gelingt es, dass Der englische Patient trotz dieser Extreme nicht in Kitsch verfällt, sondern letztlich die Menschlichkeit feiert. Das ist nicht nur dem durchweg famosen Ensemble zu verdanken. Sondern auch der Tatsache, dass hier, bis kurz vor dem grandios tragischen Schluss, die Momente des unmöglichen Glücks immer ein Stück euphorischer inszeniert sind als die Momente des ganz realen Unglücks.

Bestes Zitat:

“Jede Nacht habe ich mir mein Herz rausgerissen. Aber jeden Morgen war es wieder voll.”

Der Trailer zum Film:

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