Draufgeschaut: Die letzten 30 Jahre


Resa (Rosalie Tomass) und Oskar (David Rott) treffen sich nach vielen Jahren wieder.

Resa (Rosalie Tomass) und Oskar (David Rott) treffen sich nach vielen Jahren wieder.

Film Die letzten 30 Jahre
Produktionsland Deutschland
Jahr 2010
Spielzeit 90 Minuten
Regie Michael Gutmann
Hauptdarsteller Barbara Auer, August Zirner, Rosalie Thomass, David Rott, Nicholas Reinke, Lisa Wagner, Eva Spreitzhofer, Karolina Horster
Bewertung ***

Worum geht’s?

Resa kommt nach München, um dort Jura zu studieren. Ihr großer Traum ist es, einmal Richterin zu werden. Doch erst einmal landet die Landpomeranze mitten im Sponti-Milieu des Jahres 1974. Sie verliebt sich in Oskar, der als Chef einer roten Zelle an der Herrschaft des Marxismus arbeitet. Aus der kurzen Affäre wird eine Geschichte, die Resa und Oskar lebenslang begleiten soll: Wegen ihrer kommunistischen Liaison droht Resa viele Jahre später Berufsverbot – und auch die Gefühle begehren auf, als sie Oskar wieder begegnet.

Das sagt shitesite:

Der zunächst gewagte Versuch, die Geschichte zweier Protagonisten über einen solch langen Zeitraum zu begleiten, gelingt in Die letzten 30 Jahre erstaunlich gut und authentisch. Die beiden starken Hauptdarsteller haben daran ebenso Anteil wie die liebevolle Ausstattung. Oskar plant die Weltrevolution, in Resa schlummert der gutbürgerliche Wunsch nach einer Familie. Der Film ist trotzdem nicht bloß eine Liebesgeschichte, sondern erzählt vor allem davon, wie schwer es ist, seinen Idealen treu zu bleiben. Die große Pointe, auf die Die letzten 30 Jahre hinarbeitet, verpufft dann aber leider: Zum einen ist das Ende schlicht ein wenig unglaubwürdig. Zum anderen ist der Wettstreit zwischen Gewissen und Pragmatismus hier über 90 Minuten einfach ein wenig zu eindeutig, um noch für einen überraschenden, moralischen Schluss sorgen zu können.

Bestes Zitat:

„Ich will die Welt verändern. Das ist keine Frage von Zeit.“

Szenen aus dem Film:

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