Draufgeschaut: Die Schadenfreundinnen 1


Film Die Schadenfreundinnen

Die Schadenfreundinnen Kritik Rezension

Kate (Leslie Mann), Carly (Cameron Diaz) und Amber (Kate Upton, von links) wurden vom selben Mann betrogen.

Originaltitel The Other Woman
Produktionsland USA
Jahr 2014
Spielzeit 109 Minuten
Regie Nick Cassavetes
Hauptdarsteller Cameron Diaz, Leslie Mann, Kate Upton, Nikolaj Coster-Waldau, Nicki Minaj, Taylor Kinney, Don Johnson
Bewertung

Worum geht’s?

Carly ist eine erfolgreiche Anwältin, bloß mit den Männern klappt es bisher nicht, obwohl sie es fleißig versucht hat. Ihr neuer Freund Mark könnte nun endlich der Richtige für sie sein. Als sie ihn am Wochenende zuhause überraschen will, stellt sie allerdings fest: Er ist verheiratet. Carly will Mark daraufhin aus ihrem Leben verbannen, doch auch seine Ehefrau Kate ist geschockt, dass ihr Gatte eine Geliebte hat, und will die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Sie sucht hartnäckig die Nähe von Carly, die beiden Betrogenen freunden sich schließlich an, als sie feststellen: „Wir wurden vom selben Typen verarscht, es steht also Unentschieden.“ Gemeinsam schmieden sie einen Plan, wie sie sich an Mark rächen können – und haben mit der jungen Amber, die ebenfalls eine Affäre mit Mark hatte, bald eine weitere Komplizin.

Das sagt shitesite:

Die Ausgangssituation von Die Schadenfreundinnen hat durchaus Potenzial für eine gute Komödie, und das erste Drittel des Films ist entsprechend unterhaltsam. Die smarte und durchsetzungsfähige Anwältin Carly, die treue Seele Kate und die blutjunge Amber, die in erster Linie aus Brüsten besteht, bilden ein Dreigestirn, aus dem sich – ähnlich wie etwa in Drei Engel für Charlie – etliche spannende Konstellationen ableiten könnten. Insbesondere Leslie Mann gefällt dabei mit einem großen Mut zur Peinlichkeit und enormem Körpereinsatz.

Danach verliert sich die Handlung aber in Slapstick, sehr derbem Humor (Gags werden anhand von Hundescheiße, Riesennippeln und Durchfall gemacht) und schrillen Dialogen. Vollkommen aufgesetzt wirkt das retardierende Moment, als sich die drei Komplizinnen vermeintlich entzweien, um danach erst recht echte Buddies zu sein. Am Ende wird die Gagfrequenz zwar noch einmal gesteigert, die Kurve bekommen Die Schadenfreundinnen aber nicht mehr.

Das Hauptproblem dabei ist das Menschenbild des Films: Männer sind schwanzgesteuerte und eitle Arschlöcher wie der skrupellose Mark oder Carlys Vater (Don Johnson genießt diese Nebenrolle sichtlich). Frauen sind berechnende Biester wie Carlys Sekretärin (die unerträgliche Nicki Minaj gibt als Weisheit ihrer Mutter den Satz „Egoistische Menschen leben länger“ zum besten), trotz ihres Erfolgs auf die Bewunderung eines Mannes angewiesen wie Carly, naiv und anhänglich wie Kate oder debil und manipulierbar wie Amber, in jedem Fall aber hochgradig hysterisch, was für alle drei gilt. Dem Film gehen damit nicht nur schnell die guten Ideen aus, er hat von Anfang an auch niemanden zu bieten, der als Sympathieträger taugen würde.

Bestes Zitat:

„Das Beste ist, nicht zu lange über eine Beziehung nachzudenken. Solange es klappt, ist es völlig egal, warum.“

Der Trailer zum Film.


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Ein Gedanke zu “Draufgeschaut: Die Schadenfreundinnen

  • Anonymous

    Schande auf diesen männerfeindlichen Sexismus! Unerhört! So etwas gehört verboten!!! Wenn man Frauen so sexistisch darstellen würde, käme man sofort ins Gefängnis!