Draufgeschaut: Die Schimmelreiter


Tilmann (Axel Prahl) tanzt Fuchs (Peter Jordan) auf der Nase herum.

Tilmann (Axel Prahl) tanzt Fuchs (Peter Jordan) auf der Nase herum.

Film Die Schimmelreiter
Produktionsland Deutschland
Jahr 2008
Spielzeit 95 Minuten
Regie Lars Jessen
Hauptdarsteller Peter Jordan, Axel Prahl, Katharina Wackernagel, Bjarne Mädel
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Fuchs arbeitet als Lebensmittelkontrolleur in der friesischen Provinz. Schon lange versucht er, einen Job in Hamburg zu bekommen – doch alle Stellen sind besetzt. Als er sich wieder einmal vergeblich bei einem Abteilungsleiter bewirbt, bietet der ihm einen Deal an: Der Chef in spe erwartet seinen Bruder Tilmann, der nach langer Zeit im Ausland wieder nach Deutschland zurückkehrt. Wenn Fuchs ihn bei sich aufnimmt und sich um ihn kümmert, will er ein gutes Wort für ihn einlegen. Doch die Aufgabe wird schwieriger als erwartet: Tilmann, ohnehin nicht gerade pflegeleicht, bekommt Wind von dem Deal. Und er rächt sich, indem er Fuchs systematisch auf der Nase herumtanzt.

Das sagt shitesite:

Es ist schwer zu sagen, wovon Die Schimmelreiter mehr lebt: Da gibt es herrliche Landschaftsaufnahmen aus dem Norden. Es gibt einen Plot, der so schräg ist, dass ihn eigentlich nur das echte Leben hervorgebracht haben kann. Es gibt en masse grandiose Nebenfiguren, die mit kurzen Auftritten all den Mief, aber auch all die Herzlichkeit der Provinz verkörpern. Und es gibt zwei Hauptfiguren, die jede für sich genommen ein Ereignis ist – und großartig gespielt. Peter Jordan macht aus Fuchs eine konsequent inkonsequente Plaudertasche. Und Axel Prahl hat sichtlich Spaß als zynischer Lebemann. So wird Die Schimmelreiter zu einer liebevollen, herlichen Hommage an den Norden und zu einem sehr ungewöhnlichen Buddy-Movie. Allerdings ist das Ende ein wenig unbefriedigend – aber das war ja bei Theodor Storm (mit dessen Schimmelreiter der Film außer dem Schauplatz und den Namen der Figuren nichts zu tun hat) auch schon so.

Bestes Zitat:

“Das beste Essen machen immer noch die Italiener. Schlicht, aber eindrucksvoll.”

Der Trailer zum Film:

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