Draufgeschaut: Doktorspiele


Film Doktorspiele

Doktorspiele Rezension Filmkritik Marco Petry

Andi (Merlin Rose) ist verliebt in Lilli (Lisa Vicari).

Produktionsland Deutschland
Jahr 2014
Spielzeit 97 Minuten
Regie Marco Petry
Hauptdarsteller Merlin Rose, Jannis Niewöhner, Lisa Vicari, Max von der Groeben,  Oliver Korittke, Christiane Paul
Bewertung

Worum geht’s?

Einst spielten Andi und Lilli gemeinsam im Sandkasten. Zehn Jahre spärer kommt sie wieder zu Besuch. Andi, inzwischen 17, leidet heftig an seiner Pubertät und ist von der einst so niedlichen und jetzt sehr attraktiven Lilli ebenso begeistert wie sein bester Freund Bobby. Das Problem ist nur: Er hat nicht die geringste Ahnung davon, wie man ein Mädchen für sich gewinnen kann. Und dazu muss er auch noch mit einem ausgewachsenen Komplex klarkommen. Denn seit er sich Lilli einst bei Doktorspielen als Siebenjähriger nackt gezeigt hat und sie daraufhin der versammelten Familienfeier erzählte, wie klein sein Pimmel ist, hadert er mit seiner Männlichkeit.

Das sagt shitesite:

Das Beste an Doktorspiele sind die Schauspieler: Die mal zickigen, mal unsicheren, mal fiesen, mal überheblichen Teenager sind gut besetzt. Noch besser ist Christiane Paul als Andis Mutter, wobei die Rollenbezeichnung „Hausdrachen“ deutlich zutreffender wäre. Doch auch das Ensemble kann diesen Film nicht retten: Der Plot ist erwartbar, die Gefühle sind unglaubwürdig, die Gags (Pornos, Kotzen, Intimfrisuren) sind lau.

Selbst wenn man als Mess, pardon: -Latte, nur andere Samenstau-Filme wie American Pie anlegt, ist der Streifen von Regisseur Marco Petry (Schule, Heiter bis wolkig) bloß eine einzige Sammlung an Klischees und vor allem total langweilig. Am Ende funktioniert das weder als frivole Klamotte noch als Teenie-Romanze oder als Werbespot für Frankfurt am Main (das als Schauplatz des Films mit beinahe penetrant stilisierten Bildern ins rechte Bild gerückt werden soll). „Wer ficken will, muss freundlich sein“, lautet nicht nur eine der Plattitüden, die man in Doktorspiele vorgesetzt bekommt. Der Satz ist letztlich auch so etwas wie das Kondensat der so genannten Handlung dieser so genannten Komödie.

Bestes Zitat:

„Ich dachte: Je kürzer die Hecke, desto größer das Haus.“

Der Trailer zum Film.

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