Draufgeschaut: Face/Off

Der Terrorist Castor Troy (Nicolas Cage, links) und FBI-Agent Sean Archer (John Travolta) tauschen die Rollen.
Der Terrorist Castor Troy (Nicolas Cage, links) und FBI-Agent Sean Archer (John Travolta) tauschen die Rollen.
Film Face/Off – Im Körper des Feindes
Produktionsland USA
Jahr 1997
Spielzeit 133 Minuten
Regie John Woo
Hauptdarsteller John Travolta, Nicolas Cage, Joan Allen, Alessandro Nivola
Bewertung ****1/2

Worum geht’s?

Seit Jahren ist der FBI-Agent Sean Archer hinter Castor Troy her. Nicht nur, weil der ein gesuchter Terrorist ist. Sondern auch, weil Troy einst auf Archer geschossen hat – und dabei versehentlich dessen Sohn tötete. Als der FBI-Mann seinen großen Gegner endlich verhaften kann, wähnt er sich am Ziel. Doch Troy hat eine Bombe versteckt, die in wenigen Tagen explodieren und ganz Los Angeles bedrohen könnte. Es gibt nur eine Chance, seinen teuflischen Plan zu vereiteln: Archer muss in die Rolle von Castor Troy schlüpfen und dann die geheimen Pläne von dessen Komplizen in Erfahrung bringen. Eine kosmetische Operation macht das möglich: Archer bekommt Troys Stimme, Körper und Gesicht. Doch der Gangster tauscht wenig später mit derselben Methode die Rollen und wird damit zum FBI-Mann. Nun kämpft Sean Archer nicht mehr nur gegen einen Erzfeind – er kämpft um seine eigene Identität.

Das sagt shitesite:

John Woo hat mit Face/Off nicht nur einen packenden, intelligenten und spektakulären Thriller inszeniert. Der Film ist auch einer der seltenen Fälle, in denen die Special Effects (bis auf den etwas zu pathetischen Schluss) nicht bloß Blendwerk sind, sondern integraler Bestandteil der Handlung. Jeder Schuss, jeder Satz hat in Face/Off mindestens einen doppelten Boden. Das führt nicht nur zu famoser Spannung, sondern auch zur spannenden Frage, wie sehr wir uns als Menschen über unsere Oberfläche definieren – und was das Ich letztlich ausmacht.

Der Trailer zum Film:

httpv://www.youtube.com/watch?v=Vlg-VRc6TbY

Michael Kraft

Michael Kraft ist Diplom-Journalist und lebt in Leipzig. Auf shitesite.de schreibt er seit 1999 als Hobby über Musik, Filme, Bücher und ein paar andere Dinge, die ihn (und vielleicht auch den Rest der Welt) interessieren.

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