Draufgeschaut: Harry Potter und der Feuerkelch


Harry Potter (Daniel Radcliffe, rechts) und Cedric Diggory (Robert Pattinson) vertreten Hogwards in einem legendären Turnier.

Harry Potter (Daniel Radcliffe, rechts) und Cedric Diggory (Robert Pattinson) vertreten Hogwards in einem legendären Turnier.

Film Harry Potter und der Feuerkelch
Originaltitel Harry Potter and the goblet of fire
Produktionsland USA, Großbritannien
Jahr 2005
Spielzeit 151 Minuten
Regie Mike Newell
Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Robbie Coltrane, Ralph Fiennes, Michael Gambon, Brendan Gleeson, Alan Rickman, Maggie Smith, Tom Felton, Gary Oldman, Robert Pattinson, Clémence Poésy, Stanislaw Janewski
Bewertung

Worum geht’s?

Harry Potter, der berühmteste Zauberschüler der Welt, ist in Gefahr. Erst wird ein Sport-Turnier überfallen, bei dem er zu Gast ist. Dann muss er sich auch noch im tri-magischen Turnier beweisen. Je ein Schüler aus jeder Zauberschule ist dabei vertreten, und es gilt, drei enorm schwierige Aufgaben zu bestehen. Harry wollte gar nicht an dem Wettbewerb teilnehmen, doch plötzlich tauchte sein Name auf der Liste der Teilnehmer auf. Im Wettstreit mit den Konkurrenten kommt er gleich mehrfach in Lebensgefahr. Stellen die Teilnehmer aus den anderen Schulen ihm Fallen? Oder haben die düsteren Träume von Harry etwas damit zu tun, in denen er miterlebt, wie Lord Voldemort sich an ihm rächen will?

Das sagt shitesite:

Wie bei den anderen Teilen zuvor, so gibt es auch bei Harry Potter und der Feuerkelch zahlreiche Kürzungen im Vergleich zur Buchvorlage, trotzdem hat der Film noch etliche Szenen zu bieten, die für die Handlung unerheblich sind und lediglich dazu dienen, mit der Tricktechnik aus dem Hause ILM zu glänzen oder ein paar harmlose Gags einzubauen.

Ansonsten ist Harry Potter und der Feuerkelch aber der stringenteste (und somit für Nicht-Eingeweihte am leichtesten nachvollziehbare) Film der Reihe. Das ist zu großen Teilen der Struktur geschuldet, die durch das tri-magische Turnier vorgegeben wird. Die einzelnen Runden wirken wie Reminiszenzen an Jurassic Park (Runde 1), Fluch der Karibik (Runde 2) und Shining (Runde 3), doch sorgen sie dafür, dass der Film auf ein klares Finale zusteuert und beinahe wie ein klassischer Thriller funktioniert. Das Geschehen ist zwar nicht ganz so blutrünstig wie bei den Vorgängern, hat aber dafür am Ende ein hohes Maß an emotionaler Grausamkeit zu bieten.

Wieder gibt es einen überraschenden Bösewicht, wieder wird der Wert von Zusammenhalt beschworen. Das Besondere am vierten Film der Reihe ist, dass Harry Potter und seine Freunde in Hogwards hier erstmals wie Menschen wirken, nicht wie Märchenfiguren.

Als Harry, ohne sich angemeldet zu haben, zum Teilnehmer am ruhmreichen tri-magischen Turnier wird, ist Ron eifersüchtig und die beiden reden nicht mehr miteinander. Der Rest der Schule glaubt ebenfalls, Harry habe sich, obwohl er das vorgeschriebene Mindestalter von 17 Jahren noch längst nicht erreicht hat, in das Turnier hineingemogelt, sodass er fortan gemobbt wird. Als er sich dann würdig erweist, Hogwards zu vertreten, wird er von allen wieder angehimmelt – und die Klatschpresse verstärkt beide Effekte, indem sie ihr Fähnchen in den Wind hängt. Schließlich gibt es in Harry Potter und der Feuerkelch erste Liebeleien, inklusive eines Tanzkurses und Abschlussballs (mit Exklusiv-Konzert von Jarvis Cocker), der in jede Teenie-Komödie passen würde.

Es ist vor allem dieses Element, das Harry Potter und der Feuerkelch zu einem Scharnier in der Reihe macht: Mit dem (körperlichen, emotionalen und sozialen) Heranwachsen der Figuren werden neue Konfliktfelder eröffnet. Und mit dem ersten echten Auftritt des leibhaftigen Lord Voldemort (nach sage und schreibe 441 Minuten in den vorangegangenen Teilen, in denen man das Gesicht des Ober-Bösewichts nie zu sehen bekam) wird mehr als nur ein Fingerzeig für die weitere Zuspitzung der Harry-Potter-Saga gegeben.

Bestes Zitat:

„Harry, ich glaube, es hilft dir nicht, bei diesen Träumen zu verweilen. Ich glaube, das Beste ist, sie einfach loszulassen.“

Der Trailer zum Film:

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