Draufgeschaut: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes


Film Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes beide Teile Rezension Kritik

Harry (Daniel Radcliffe) und Hermine (Emma Watson) müssen Horkruxe finden.

Originaltitel Harry Potter And The Deathly Hallows
Produktionsland Großbritannien, USA
Jahr 2010/2011
Spielzeit 147 Minuten (Teil 1), 130 Minuten (Teil 2)
Regie David Yates
Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter, David Thewlis, Rhys Ifans,
Alan Rickman
Bewertung

Worum geht’s?

Kurz vor seinem 17. Geburtstag ist Harry Potter in seinem Haus nicht mehr sicher. Der durchtriebene Lord Voldemort hat es auf ihn abgesehen und will seinen Widersacher im Kampf um die Position als mächtigster Zauberer der Welt endlich beseitigen. Harry soll deshalb, streng bewacht von seinen Freunden, in ein sicheres Versteck gebracht werden. Doch Lord Voldemort erfährt von den Plänen und will Harrys Umzug nutzen, um ihn zu töten. Mit großer Mühe entkommt Harry diesem Angriff und erfährt, wie er die dunkle Macht von Voldemort ein für alle Mal besiegen kann: Er muss die Heiligtümer des Todes aufspüren, die aus dem Elderstab (dem mächtigsten Zauberstaub der Welt), dem Stein der Auferstehung und dem Tarnumhang bestehen. Den Weg dahin weisen ihm Horkruxe, die es auch noch aufzuspüren gilt, und nicht zuletzt das Testament seines einstigen Lehrers Albus Dumbledore.

Das sagt shitesite:

Sagenhaft erfolgreich waren die letzten beiden Teile der Harry-Potter-Saga an den Kinokassen. Im Rückblick muss man sich fragen, wie das gelingen konnte.

Jemand, der den gewagten Versuch unternehmen sollte, erst mit diesem Film in die Welt des Hogwarts-Zauberers einzutauchen, ist hoffnungslos aufgeschmissen. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes ist enorm voraussetzungsreich, noch mehr als die ersten sechs Teile der Reihe. Nicht selten erstickt der Film in Selbstreferenzen, und er nimmt sich so viel Zeit, die verschiedenen Fäden aus den vorangegangenen Teilen wieder aufzunehmen, dass fast zwei Stunden vergehen, bis überhaupt erstmals von den Heiligtümern des Todes die Rede ist.

Die lange Spielzeit dürfte auch für Harry-Potter-Insider ein Problem sein. Denn auch diesmal gibt es das längst bekannte Prinzip: Alle warnen Harry Potter, zwischendurch zweifeln sogar seine engsten Freunde an ihm, aber er lässt sich trotz aller Gefahren nicht beirren. Dieses Schema wird derart aufgebläht, dass es kurz vor Schluss von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes sicherheitshalber noch eine fast 20-minütige Rückblende auf das bisherige Geschehen gibt, falls man schon wieder vergessen haben sollte, was vor drei Stunden passiert war.

Natürlich gibt es wieder sehr spektakuläre Effekte (der einzige Bereich, in dem die Harry-Potter-Reihe mit jedem Teil besser geworden ist), zudem wird hier noch deutlicher als zuvor, dass Lord Voldemort nicht nur ein fieser Zauberer ist, sondern eine ziemlich aktuelle Personifizierung von Autokratie, Zensur und Unterdrückung. Aber es gibt auch einige Redundanzen und arg viele glückliche Zufälle – so wenig Plausibilität ist dann sogar in einem Fantasyfilm ärgerlich.

Letztlich findet keiner der beiden Teile einen Fokus oder einen schlüssigen Spannungsbogen. Trotz des ganzen Effekt-Spektakels und der zahlreichen Schauplätze sind viele Passagen bloß langweilig. Was Fans der Reihe vielleicht am meisten schmerzen wird: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes bietet Verfolgungsjagden in James Bond-Manier, Actionstunts wie in Mission Impossible, eine Schnitzeljagd à la Indiana Jones und Duellszenen wie im Western, in denen der Colt lediglich durch einen Zauberstab ersetzt wird – aber kein Harry-Potter-Charme mehr.

Bestes Zitat:

„Es ist der Wert der Überzeugung, der den Erfolg ausmacht, nicht die Zahl der Anhänger.“

Der Trailer zum ersten Teil des Films.

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