Hotel Desire


Film Hotel Desire

Zimmermädchen Antonia (Saralisa Volm) lässt sich von einem Hotelgast (Clemens Schick) verführen.

Zimmermädchen Antonia (Saralisa Volm) lässt sich von einem Hotelgast (Clemens Schick) verführen.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2011
Spielzeit 38 Minuten
Regie Sergej Moya
Hauptdarsteller Saralisa Volm, Clemens Schick, Jan-Gregor Kremp, Frederick Lau, Herbert Knaup
Bewertung

Worum geht’s?

Gerade hat Antonia ihren Sohn zum Bus gebracht, damit er die Ferien bei seinem Vater in Paris verbringen kann. Der alleinerziehenden Mutter macht der Abschied schwer zu schaffen, und dann gibt es auch noch in ihrem Job als Zimmermädchen gleich Ärger: Weil sie zu spät kommt, und das auch nicht zum ersten Mal, droht ihr der Hoteldirektor mit der Kündigung. Trost findet Antonia bei einer Kollegin, der sie ihre Einsamkeit gesteht, und die Tatsache, dass sie seit der Geburt ihres Sohnes vor sieben Jahren keinen Sex mehr hatte. Wenig später bietet sich unverhofft die Gelegenheit dazu: Antonia trifft einen blinden Hotelgast, der sie verführt.

Das sagt shitesite:

Nicht einmal 40 Minuten lang ist Hotel Desire, aber das Spannendste an diesem Film findet sich ganz am Ende: „Tausend Dank an alle Crowdfunding Unterstützer“ steht da im Abspann. Die Produktionskosten in Höhe von rund 170.000 Euro wurden zu einem Teil durch Spenden aus dem Internet bestritten – das macht Hotel Desire zu einem Pionier in der deutschen Filmbranche.

Filmisch hingegen ist der Streifen bei weitem nicht so mutig oder innovativ, wie die Macher ihn angekündigt hatten. Die Handlung ist letztlich enttäuschend schlicht: Antonia plagt ein undefiniertes Unglück, das umso mehr zutage tritt, weil sie im Hotel Desire überall von Luxus, Lebensart und Perfektion umgeben ist. Regisseur Sergej Moya ist mitunter verliebt in einzelne Einstellungen, was schick wird, aber fehlende Substanz nicht ausgleichen kann.

Auch die viel diskutierte Sexszene ist fein fotografiert. Sie gerät ausgiebig und freizügig und findet eine schöne Form für die Botschaft, dass Sex befreiend, leicht und unbedingt sein kann. Aber weder das Versprechen, den Akt besonders authentisch einzufangen, noch gar die für den Film proklamierte Einordnung als „porNEOgrafisch“ lassen sich so recht nachvollziehen. Hotel Desire ist keineswegs echter, leidenschaftlicher oder erotischer als andere Filme, die weniger explizit daher kommen.

Bestes Zitat:

Es wird nicht so viel gesprochen in diesem Film.

Der Trailer zum Film:

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