Draufgeschaut: In Flagranti


Film In flagranti – Wohin mit der Geliebten?

Szene aus dem Film "In Flagranti - Wohin mit der Geliebten?"

Elena (Alice Taglioni) zieht bei Francois (Gad Elmaleh) ein.
Collection Christophel

Originaltitel La Doublure
Produktionsland Frankreich, Italien, Belgien
Jahr 2006
Spielzeit 82 Minuten
Regie Francis Veber
Hauptdarsteller Gad Elmaleh, Alice Taglioni, Daniel Auteuil, Kristin Scott Thomas, Virginie Ledoyen, Dany Boon
Bewertung

Worum geht’s?

Pierre Levasseur hat ein Problem: Er leitet zwar ein einflussreiches Wirtschaftsunternehmen, doch die Mehrheit der Aktien gehört seiner Frau. Und die hat gerade in der Zeitung ein pikantes Foto entdeckt: Ihr Gatte an der Seite eines Topmodels. Die verführerische Blondine Elena ist seit zwei Jahren seine Geliebte, doch das kann Pierre natürlich nicht zugeben. Zum Glück ist auf dem Foto noch ein Passant zu sehen, sodass Pierre kurzerhand behauptet, dieser Mann sei der Begleiter der blonden Schönheit. Um seiner Frau das zu beweisen, lässt er den Mann ausfindig machen und bezahlt ihn und Elena, ein Liebespaar zu spielen, bis sich die Wogen in seiner Ehe wieder geglättet haben. Elena spielt mit und lässt sich das mit zwei Millionen Euro honorieren. François kostet nur 35.000 Euro – das Geld will er der Frau schenken, die gerade seinen Heiratsantrag abgelehnt hat. Und die ist auch einigermaßen überrascht, dass er plötzlich mit glamourösen Traumfrauen liiert ist.

Das sagt shitesite:

Aus einer vollkommen hanebüchenen Ausgangssituation macht Regisseur und Drehbuchautor Francis Veber in In Flagranti – Wohin mit der Geliebten? eine sehr spritzige Liebeskomödie.

Gelegentlich kommt sein Film zwar ein wenig altmodisch rüber, aber für die Retro-Ästhetik (die man ja auch mögen kann) entschädigen viel Situationskomik und vor allem erfreulich freche Dialoge. Es gibt reichlich absurde Szenen mit drei doppelten Böden, ein sehr gut aufgelegtes (und auch in den Nebenrollen sehr prominent besetztes) Ensemble und enorm viel Verve.

Dass ein Topmodel hier Gefallen an einem Normalo findet, dass ein Konzern-Boss sich von seiner Frau, seiner Geliebten und seinem Anwalt schikanieren lässt, dass ein Einparker plötzlich in der ersten Reihe einer Haute-Couture-Schau von Karl Lagerfeld sitzt – all das ist hochgradig unwahrscheinlich, aber man lässt es sich hier gerne gefallen.

Manchmal erinnert das an Screwball-Komödien, in jedem Fall hat es genug Charme und Humor, um all jene eines Besseren zu belehren, die nicht mehr an originelle Liebesfilme glauben. Denn trotz seines manchmal halsbrecherischen Plots hat In flagranti letztlich eine recht simple Botschaft: Zur Liebe gehören natürlich Gefühle und Leidenschaft, aber auch ein kleines bisschen Notwendigkeit – und ein großes bisschen Gaunerei.

Bestes Zitat:

„Ich denke, wir brauchen einen neuen Arzt. – Oh, nein! Ich behalte meinen alten. Ihm geht es so schlecht, dass ich mich sofort besser fühle.“

Der Trailer zum Film.

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