Draufgeschaut: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels


Professor Jones (Harrison Ford, links) und der junge Mutt (Shia LaBeouf) suchen eine Stadt aus Gold.

Professor Jones (Harrison Ford, links) und der junge Mutt (Shia LaBeouf) suchen eine Stadt aus Gold.

Film Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Originaltitel Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull
Produktionsland USA
Jahr 2008
Spielzeit 123 Minuten
Regie Steven Spielberg
Hauptdarsteller Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Indiana Jones hat ein Problem: Er wurde vom russischen Geheimdienst entführt, den er zu einer geheimnisvollen Kiste in der Area 51 führen soll. Als ihm die Flucht gelingt, verdächtigt ihn auch noch das FBI, ein Verräter zu sein, der mit den Kommunisten zusammen arbeitet. Die Universität, an der er als Archäologie-Professor unterrichtet, beurlaubt ihn kurz darauf. Und dann steckt auch noch ein alter Freund in Schwierigkeiten, der auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kristallschädel verschwunden ist. Indiana Jones will ihn finden – und trifft dabei nicht nur seine russischen Widersacher wieder.

Das sagt shitesite:

In einigen der Actionszenen von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels sieht man Harrison Ford deutlich an, dass er bei den Dreharbeiten schon im Rentenalter war. Der Indiana Jones des vierten Teils ist zwar noch viril, aber bei weitem nicht mehr so spritzig wie zu Beginn der Kult-Serie. Damit gehen aber alle Beteiligten erfreulich unverkrampft um: Indiana Jones thematisiert selbst die Tatsache, dass er in die Jahre gekommen ist, dazu gibt es mit der Militär-Lagerhalle aus Jäger des verlorenen Schatzes oder dem Bild seines Filmvaters Sean Connery aus Der letzte Kreuzzug auf dem Schreibtisch des Professors reichlich Bezüge zu den ersten drei Filmen. Mit der Verfolgungsjagd zu Beginn und einer Schlägerei in einem Diner sind zudem noch Anspielungen auf American Graffiti dabei, Harrison Fords ersten großen Kinofilm überhaupt. Das kann man durchaus clever (und selbstbewusst) nennen.

Dazu kommen natürlich auch hier wieder reichlich Spinnweben, Skelette, Insekten und Verfolgungsjagden. Vor allem aber schafft es Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, auch jenseits solcher Selbstreferenzen zu überzeugen. Ein bisschen amerikanische Paranoia der McCarthy-Ära, eine gute Dosis Akte X – fertig ist ein spannender, unterhaltsamer und stellenweise sogar überraschender Actionkinospaß (man denke nur an den Kühlschrank als Rettungskapsel inmitten einer Atombombenexplosion). Für einen vierten Teil einer Filmreihe ist das alles nicht nur erstaunlich up to date, sondern auch erfreulich wenig bemüht.

Das Ende von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist zwar völlig durchgeknallt und für Indiana-Jones-Puristen womöglich zu fantastisch. Aber die Botschaft ist dieselbe wie immer: Je größer ein Geheimnis ist, desto mehr Respekt sollte man davor haben.

Bestes Zitat:

“Was genau wird mir vorgeworfen – außer eine atomare Explosion überlebt zu haben?”

Der Trailer zum Film:

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