Inglorious Basterds


Film Inglorious Basterds

Nazis töten: Das ist der Auftrag von Donny Donowitz (Eli Roth, links) und Aldo Raine (Brad Pitt).

Nazis töten: Das ist der Auftrag von Donny Donowitz (Eli Roth, links) und Aldo Raine (Brad Pitt).

Produktionsland USA/Deutschland
Jahr 2009
Spielzeit 154 Minuten
Regie Quentin Tarantino
Hauptdarsteller Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Eli Roth, Til Schweiger, Diane Kruger, Michael Fassbender, Daniel Brühl, Gedeon Burkhard, Sylvester Groth, August Diehl, Martin Wuttke, Mike Myers, Christian Berkel, Ken Duken, Jana Pallaske, Bela B.
Bewertung

Worum geht’s?

Sie sind die Vorhut Amerikas im Kampf gegen Hitler: 1941 gründet das US-Militär eine Spezialeinheit aus jüdischen Soldaten, die in Deutschland durch Guerilla-Krieg für Angst und Schrecken in der Wehrmacht sorgen sollen. Das Markenzeichen der Inglorious Basterds ist ihre Grausamkeit: Sie prügeln ihre Feinde mit einem Baseballschläger nieder und skalpieren sie dann. Als sie Unterstützung vom britischen Geheimdienst und einer französischen Widerstandskämpferin bekommen, winkt den Basterds sogar der ganz große Coup: Sie planen einen Anschlag auf die gesamte Nazi-Führungsriege.

Das sagt shitesite:

Was Inglorious Basterds fehlt, ist Subtilität: Die Gewalt ist hier unerbittlich, die Fronten verlaufen überall schnurgerade und auch alle denkbaren Klischees über Deutschland (vom Sauerkraut über Schnitzel bis hin zur Bockwurst) sind präsent.

Man kann das bemängeln. Man kann aber auch feststellen: Krieg ist nicht der Platz für Subtilität, und darauf reagiert Quentin Tarantino in seinem ersten Kriegsfilm lediglich angemessen. Rund um diesen Gedanken führt er alles vor, was ihn ausmacht: höchst clevere Zitate, einen wunderbaren Soundtrack, augenzwinkernde Cameo-Auftritte, eine alles durchdringende Liebe zum Film (es ist ein Kino mit seiner Anziehungskraft, das es in Inglorious Basterds vermag, Krieg, Besatzung und Holocaust zu beenden) und vor allem ein Rachedurst, wie er unstillbarer nicht sein könnte, und in dem Erwägungen wie Moral, Menschlichkeit oder historische Realität keine Rolle spielen.

Die Unterteilung des Films in fünf Kapitel hätte es zwar nicht gebraucht, trotzdem sind die verschiedenen Handlungsstränge passabel zusammengefügt. Vor allem aber ermöglichen sie es Tarantino, seine Coolness in ganz verschiedenen Facetten auszuspielen. Und er setzt, vor allem dank des groß aufspielenden Brad Pitt und des noch besseren Christoph Waltz, immer wieder auf einen Kontrast, der letztlich noch heute wie ein riesiges Fragezeichen über der deutschen Geschichte schwebt: das theoretisch unvereinbare, in der Praxis aber immer wieder erlebte Zusammenspiel von ausgemachter Kultiviertheit und äußerster Brutalität.

Bestes Zitat:

“Es gibt in der Hölle einen Extraplatz für Leute, die guten Scotch vergeuden.”

Der Trailer zum Film:

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