Insomnia


Film Insomnia

Will Dormer (Al Pacino, rechts) hält den Schriftsteller Walter Finch (Robin Williams) für einen Mörder.

Will Dormer (Al Pacino, rechts) hält den Schriftsteller Walter Finch (Robin Williams) für einen Mörder.

Produktionsland USA
Jahr 2002
Spielzeit 114 Minuten
Regie Christopher Nolan
Hauptdarsteller Robin Williams, Al Pacino, Hilary Swank, Maura Tierney, Martin Donovan
Bewertung

Worum geht’s?

Ein 17-jähriges Mädchen ist in einer Kleinstadt in Alaska ermordert worden. Die örtliche Polizei bittet zwei Ermitteler aus Los Angeles um Unterstützung. Will Dormer und Hep Eckhart sollen bei der Suche nach dem Täter helfen und finden auch schnell eine heiße Spur. Doch beim Versuch, dem Verdächtigen eine Falle zu stellen, erschießt Dormer seinen Kollegen Eckhart. War es ein Versehen? Oder Absicht, weil er die Aussage seines Partners in einem Verfahren der Dienstaufsicht fürchtet? Die Antwort kennt Dormer selbst nicht, denn die Weißen Nächte im Norden machen ihm mächtig zu schaffen. Seit Tagen hat er nicht geschlafen, und zunehmend muss er deshalb an seiner eigenen Wahrnehmung zweifeln – auch dann, als mit dem Krimiautor Walter Finch ein neuer Verdächtiger in sein Visier rückt.

Das sagt shitesite:

Dieses US-Remake des norwegischen Films Todesschlaf hat einen ganz entscheidenden Pluspunkt: Die Story ist so spannend und komplex, dass Insomnia selbst ohne die Idee mit der Schlaflosigkeit ein brillanter Thriller wäre. Dass der Ermittler selbst tötet und es einen Mordverdächtigen gibt, der ihn dabei beobachtet hat und daraufhin unter Druck setzt, ist eine höchst reizvolle Umkehrung der Vorzeichen. Der Polizist Dormer und der Krimiautor Finch messen sich fortan darin, wer gewiefter, erfahrener und letztlich skrupelloser ist.

Dazu kommt mit dem schlaflosen Dormer eine Hauptfigur, die sich immer mehr selbst verliert. Je mehr seine Sinne und seine Geistesgegenwart schwinden, umso schwerer wiegen seine Verfehlungen, umso mehr wird er aber auch auf seinen Instikt, letztlich auf sein Gewissen, zurückgeworfen. Das ist faszinierend erzählt und von Al Pacino, dem strahlenden Mittelpunkt eines durchweg glänzenden Ensembles, famos gespielt.

Das einzige Manko an Insomnia ist, dass es beinahe zu viele Konflikte und Ebenen in diesem Film gibt. Die Halluzinationen und Gewissenskonflikte von Dormer lenken letztlich vom eigentlichen Fall ab. Umgekehrt wäre das perfide Kräftemessen zwischen Kommissar und Schriftsteller noch wirkungsvoller, wenn es nicht von der Frage überschattet wäre, wie viel hier eigentlich Realität und wie viel Illusion ist. Und auch die Beziehung von Dormer zur jungen Polizistin Ellie Burr, die in ihm erst Vorbild und Lehrmeister sieht, dann aber einen gefährlichen Einzelkämpfer, kann so nicht mit allen Facetten auserzählt werden.

Fazit: An Komplexität und Ideenreichtum hätte man kaum mehr aus Insomnia herausholen können. An Spannung aber schon.

Bestes Zitat:

“Keiner ist so einsam wie der, der nicht schlafen kann.”

Der Trailer zum Film:

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