Draufgeschaut: LOL


Lola (Christa Theret) und ihre Mutter Anne (Sophie Marceau) liegen im Clinch.

Lola (Christa Theret) und ihre Mutter Anne (Sophie Marceau) liegen im Clinch.

Film LOL
Produktionsland Frankreich
Jahr 2009
Spielzeit 107 Minuten
Regie Lisa Azuelos
Hauptdarsteller Sophie Marceau, Christa Theret, Jérémy Kapone, Marion Chabassol, Lou Lesage, Émile Bertherat, Félix Moati, Louis Sommer, Adèle Choubard
Bewertung **

Worum geht’s?

Anne ist geschieden, schläft trotzdem noch mit ihrem Ex-Mann und bekommt neuerdings ausgerechnet von einem Polizisten den Hof gemacht. Am meisten Sorgen macht ihr aber ihre Teenager-Tochter: Lola hat gerade mit ihrem Freund Arthur Schluss gemacht und ist jetzt dabei, sich in dessen besten Freund Maël zu verlieben. So viel Gefühlschaos ist alles andere als zuträglich für den Familienfrieden.

Das sagt shitesite:

Ein paar Minuten lang wirkt es, als könne LOL eine sehr schlaue Komödie über den Generationenkonflikt werden, seine Zeitlosigkeit und seine immer neuen Aktualisierungen. Die Komödie beginnt mit einer Stimme aus dem Off, die Lolas Clique und deren Lebensgefühl mit viel Selbstironie vorstellt.

Doch dann verliert LOL schnell den Faden. Das erste Drittel wirkt wie eine Zusammenstellung halbgarer Schnipsel auf GZSZ-Niveau. Danach kommt zwar etwas mehr Struktur ins Geschehen, doch Spaß kommt hier nirgends auf, Charme schon gar nicht.

Das liegt zum einen an der schlechten Synchronisation, zum anderen an der Tatsache, dass die Trends der Jugendkultur eben ein denkbar schlechtes Sujet sind für eine in der Produktion so langwierige Kunstform wie einen Kinofilm: Alles, was hier hip wirken soll, ist mittlerweile hoffnungslos überholt. Das schadet LOL umso mehr, weil der Film MySpace (statt Facebook), MacBooks (statt Tablets) und Blackberrys (statt iPhones) recht penetrant in den Mittelpunkt stellt.

Vor allem aber bleiben die Figuren zu stereotypisch und die Geschichte zu seicht. Es gibt alle klassischen Topoi von der Party bei sturmfreier Bude über den Ärger mit den kleinen Geschwistern bis hin zur schicksalsträchtigen Klassenfahrt. Und auch die Chance, Sophie Marceau in ihrer Mutterrolle in den Mittelpunkt zu stellen, als ein La Boum mit umgekehrten Vorzeichen, wird verschenkt. So sind die ersten paar Minuten leider schon das Beste an LOL.

Bestes Zitat:

“Ich bin kein Arsch. Ich bin eifersüchtig.”

Der Trailer zum Film:

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