Draufgeschaut: Lulu & Jimi


Lulu (Jennifer Decker) brennt mit Jimi (Ray Fearon) durch.

Lulu (Jennifer Decker) brennt mit Jimi (Ray Fearon) durch.

Film Lulu & Jimi
Produktionsland Deutschland/Frankreich
Jahr 2009
Spielzeit 95 Minuten
Regie Oskar Roehler
Hauptdarsteller Jennifer Decker, Ray Fearon, Katrin Saß, Rolf Zacher, Udo Kier, Bastian Pastewka, Ulrich Thomsen, Lavinia Wilson
Bewertung ****

Worum geht’s?

Schweinfurt im Jahr 1959: Auf der Kirmes lernt die abenteuerlustige Lulu den geheimnisvollen Jimi kennen, einen schwarzen Amerikaner. Sie verliebt sich in ihn und brennt mit ihm durch, dabei soll sie eigentlich einen Spießer aus gutem Hause heiraten, um ihre Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten. Ihre Mutter ist entsprechend aufgebracht – und ist zu allem bereit, um Lulu wieder auf den Pfad der Tugend zu bringen.

Das sagt shitesite:

Schrill, mutig, anders: Einen Film wie Lulu & Jimi hat man selten gesehen, erst recht nicht in Deutschland. Manchmal wirkt dieser Mix, als hätte David Lynch sich an ein Remake von Dirty Dancing gewagt, machmal ist Lulu & Jimi ein Märchen, gelegentlich sind Bilder und Figuren auch so stark überzeichnet wie in Parodien à la Der Wixxer.

Das macht großen Spaß, ist grandios besetzt und vollgepackt mit einem wundervollen Übermaß an Fantasie. Und ohne auch nur in die Nähe eines erhobenen Zeigefingers zu kommen, schafft es Lulu & Jimi sogar noch, ein kleines bisschen Kritik und Moral unterzubringen. Wenn ein Psychiater bei Lulu eine übermäßige Lebensgier diagnostiziert, dann wird klar: Genau die ist es, die im Adenauer-Deutschland verboten war, und genau gegen diese miefige Beschränktheit wird hier mit allen Mitteln aufbegehrt.

Bestes Zitat:

„Wir unterhielten uns gerade über den Unterschied zwischen Kultur und Zivilisation. Was sagen Sie? Wo liegt der Unterschied? – Ich komme aus Amerika. Wir haben da keine…Kultur.“

Der Trailer zum Film:

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