Draufgeschaut: Marius und Jeannette


Jeannette (Ariane Ascaride, rechts) fühlt sich wohl in ihrem Viertel.

Jeannette (Ariane Ascaride, rechts) fühlt sich wohl in ihrem Viertel.

Film Marius und Jeannette
Produktionsland Frankreich
Jahr 1997
Spielzeit 105 Minuten
Regie Robert Guediguian
Hauptdarsteller Ariane Ascaride, Gerard Meylan, Pascale Roberts, Jacques Boudet, Frédérique Bonnal, Jean-Pierre Darroussin
Bewertung **1/2

Worum geht’s?

Jeannette lebt in einem Arbeiterviertel von Marseille. Die alleinerziehende Mutter schuftet sich im wahrsten Sinne des Wortes den Buckel krumm, um über die Runden zu kommen und ihren beiden Kindern ein möglichst angenehmes Leben zu bereiten. Ihre einzige Freude sind die Schwätzchen mit den Nachbarn, denen es auch nicht viel besser geht. Bis Jeannette durch einen Zufall den wuchtigen Marius kennen lernt – und plötzlich vor der Frage steht, ob sie das Glück nicht doch noch einmal in ihr Leben lassen möchte.

Das sagt shitesite:

Die Geschichte der aufsässigen Quasselstrippe (großartig gespielt von Ariane Ascaride), die auf den stoischen Eisklotz trifft, ist so naheliegend wie wirkungsvoll. Marius und Jeannette überzeugt nicht nur mit enormer Sensibilität für das Schicksal dieser beiden Charaktere. Der Film hat auch einen ganz eigenen Humor und eine große Sympathie für das Leben der einfachen Leute in Frankreichs, wie manche sagen, hässlichster Stadt. Trotzdem wird Marius und Jeannette kein großer Wurf. Zum einen wird die Perspektivlosigkeit hier derart romantisiert, dass es gefährlich wird. Zum anderen ist die Handlung schlicht zu langweilig und der Kontext zu profan, um als großes Kino zu taugen.

Bestes Zitat:

“Man braucht sich nicht zu schämen, wenn man schön ist. Wichtig ist, dass man weiß, für wen man schön ist.”

Der Trailer zum Film:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.