Draufgeschaut: Mission Impossible – Rogue Nation


Film Mission Impossible – Rogue Nation

Mission Impossible - Rogue Nation Kritik Rezension

Ethan Hunt (Tom Cruise) ist auf die Unterstützung von Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) angewiesen.

Produktionsland USA
Jahr 2015
Spielzeit 130 Minuten
Regie Christopher McQuarrie
Hauptdarsteller Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Alec Baldwin, Ving Rhames
Bewertung

Worum geht’s?

Die Impossible Mission Force (IMF) wird wegrationalisiert: Vor einem Ausschuss der US-Regierung behauptet der Chef dieser Spezialeinheit zwar, seine Agenten hätten gleich mehrfach die Welt gerettet. Doch wegen ihrer unkonventionellen Methoden und der Tatsache, dass man im Geheimdienst-Geschäft eben nicht jeden Vorgang minutiös protokolliert und jeden Erfolg öffentlich vermarktet hat, kann er dafür kaum handfeste Belege liefern. Deshalb soll sein Team seine Privilegien verlieren und künftig als eine Teileinheit der CIA operieren. Auch die noch laufenden Ermittlungen der IMF sollen beendet werden. Ethan Hunt, einer der erfolgreichsten und hartnäckigsten Agenten der MIF, will sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden, zumal er seit Jahren einem terroristischen Netzwerk auf der Spur ist, das sich „das Syndikat“ nennt und es auf die höchsten Kreise der europäischen Politik abgesehen hat. Er taucht in London unter, nachdem er knapp einem Attentat entkommen ist, und ermittelt dann auf eigene Faust weiter. Sein ehemaliger Kollege Benji Dunn unterstützt ihn, ebenso wie die Doppelagentin Ilsa Faust. Bald stellt sich heraus, dass sich seine schlimmsten Befürchtungen bezüglich des Syndikats zu bestätigen scheinen – und der Versuch, die Drahtzieher zur Strecke zu bringen, wird diesmal auch noch von der eigenen Regierung erschwert, die einen Alleingang von Ethan Hunt unbedingt verhindern will.

Das sagt shitesite:

Wer kümmert sich eigentlich um die Work-Life-Balance von Geheimagenten? Diese, nicht ganz ernst gemeinte, Frage wirft der fünfte Teil der Mission Impossible-Reihe auf. Ethan Hunt arbeitet eifrig weiter, im Wortsinne bis zum Umfallen, selbst dann noch, als seine Firma längst liquidiert wird. Der Computerexperte Benji Dunn nimmt Urlaub, um ihn – quasi als unbezahlter Nebenjob – bei einem Einsatz in Wien unterstützen zu können. Und Ilsa Faust stellt fest, dass sie wohl niemals in den Genuss kommen wird, nach langen Jahren im Staatsdienst einen Ruhestand mit fetter Pension genießen zu können – und liegt mit dieser Prognose höchstwahrscheinlich richtig.

Es ist diese Unbedingtheit des Einsatzes, der Überzeugung und des Könnens, die Mission Impossible manchmal wie die Streber-Variante von James Bond hat wirken lassen. Nicht selten konnte man diesen etwas ungesunden Über-Ehrgeiz auch direkt dem Gesicht von Tom Cruise ablesen. Die große Stärke von Mission Impossible – Rogue Nation ist deshalb, dass dieses Element zwar nicht beseitigt, aber weitgehend reduziert wurde. Simon Pegg wurde Cruise als beinahe schläfriges Gegengewicht zur Seite gestellt, auch insgesamt agieren die Protagonisten deutlich unverkrampfter. Sogar Humor hat neuerdings Einzug gehalten, vor allem in einer britischen Ausprägung.

Zu dieser erfreulichen Entwicklung kommen hier die Stärken, die man von den Vorgängern kennt: Fast von der ersten Sekunde an gibt es sehr atemberaubende und originelle Action, reichlich glanzvolle Schauplätze und eine sehr spektakuläre Eskalation des Geschehens. Nicht zuletzt schafft es Mission Impossible – Rogue Nation wieder einmal (und deutlich besser, als das zuletzt beim britischen Kollegen im Dienste seiner Majestät der Fall war), Bösewichte mit einer halbwegs plausiblen Motivation zu erschaffen und dabei aktuelle Themen wie Cyberkriminalität, Hehlerei mit Massenvernichtungswaffen und das unkontrollierte Eigenleben von Geheimdienstbehörden in seinen Plot zu integrieren. Das macht beträchtlichen Spaß und ist durch die neue Leichtigkeit sogar drauf und dran, cool zu werden.

Bestes Zitat:

„Das könnte unsere letzte Mission sein – machen wir was draus!“

Der Trailer zum Film.

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