Draufgeschaut: Payback


Porter (Mel Gibson) will sein Geld zurück - und geht dafür über Leichen.

Porter (Mel Gibson) will sein Geld zurück - und geht dafür über Leichen.

Film Payback
Produktionsland USA
Jahr 1999
Spielzeit 93 Minuten
Regie Brian Helgeland, Mel Gibson
Hauptdarsteller Mel Gibson, Gregg Henry, Maria Bello, David Paymer, Bill Duke, Jack Conley, Deborah Kara Unger, William Devane, Lucy Liu, Kris Kristofferson, James Coburn
Bewertung ***

Worum geht’s?

Porter hat bei einem Überfall auf chinesische Gangster eine Menge Geld erbeutet. 70.000 Dollar beträgt sein Anteil an dem Coup. Aber Porter wird von seinem Komplizen hintergangen, der zudem auch noch mit Porters Frau unter einer Decke steckt. Sie schießen Porter nieder und machen sich mit der Beute aus dem Staub. Doch der totgegblaubte Porter taucht wenig später wieder auf – und er will sein Geld. Auf dem Weg dahin muss er nicht nur vor der chinesischen Mafia auf der Hut sein, sondern sich auch noch mit dem mächtigen Syndikat anlegen, in das sich sein Komplize mit der Beute aus dem gemeinsamen Überfall eingekauft hat.

Das sagt shitesite:

Schon nach wenigen Minuten ist die Grundhaltung von Payback klar, und sie wird konzentriert in der Figur von Porter: Er ist Taschendieb und Zechpreller, skrupelloser Schläger und ausgekochtes Schlitzohr. Hart, unerbittlich, nicht totzukriegen. Moral wäre auf seinem Rachefeldzug bloß ein Hemmschuh.

Das führt dazu, dass Mel Gibson als Hauptdarsteller ähnlich viel einstecken muss wie in Passion Christi – mit dem Unterschied, dass er hier Lederjacke trägt und Kette raucht. Sein verwegener Machismo ist in Payback fast amüsant übersteigert – egal, ob er in einer Folterszene unmenschliche Schmerzen erträgt oder als Stimme aus dem Off noch ein bisschen cooler ist als wenn er leibhaftig auf der Leinwand agiert.

Das wäre nahe an einer Persiflage, wenn es in Payback nicht in solcher Konsequenz umgesetzt wäre: Alle sind hier korrupt, berechnend, mit allen Wassern gewaschen. Payback ist, bis hinein in die Nebenrollen und zum Soundtrack, der pure Zynismus – und in dieser Unerbittlichkeit schon wieder sehenswert.

Bestes Zitat:

„Sie sind ein Sadist und vollkommen gewissenlos. Das macht sie wertvoll für uns.“

Der Trailer zum Film:

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