Prometheus


Film Prometheus – Dunkle Zeichen

Szene aus dem Film Prometheus von Ridley Scott

Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und ihre Kollegen suchen den Ursprung der Menschheit.

Produktionsland Großbritannien, USA
Jahr 2012
Spielzeit 124 Minuten
Regie Ridley Scott
Hauptdarsteller Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce, Logan Marshall-Green, Sean Harris, Rafe Spall, Emun Elliott, Benedict Wong, Kate Dickie
Bewertung

Worum geht’s?

Elizabeth Shaw und Charlie Holloway sind sicher: Das menschliche Leben hat einen außerirdischen Ursprung. In einer Höhle in Schottland haben die beiden Archäologen uralte Zeichnungen gefunden, die darauf hindeuten. Dank der Unterstützung des Milliardärs Peter Weyland bekommen sie und 15 weitere Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen die Möglichkeit, diese These zu überprüfen. In einer Mission, die eine Billion Dollar gekostet hat, schickt er das Raumschiff „Prometheus“ in ein entferntes Sonnensystem, das in den Höhlenzeichnungen markiert war. Nach dem zweijährigen Kälteschlaf an Bord während der Reise erreicht die Crew, verstärkt durch den humanoiden Super-Roboter David, im Jahr 2093 den fernen Planeten, der wie eine zweite Erde wirkt. Tatsächlich sieht es so aus, als sei die Ankunft der Menschen dort schon erwartet worden. Allerdings muss sich die „Prometheus“-Besatzung schon bald fragen, ob sie auf dem Planeten ihrer möglichen Schöpfer wirklich willkommen ist.

Das sagt shitesite:

Es gibt viele Aspekte an Prometheus, die gelungen sind. Der ursprünglich als Prequel zur Alien-Reihe konzipierte Film funktioniert (bis auf die allerletzte Szene) auch als eigenständiges Werk. Set-Design und 3D-Effekte sind berauschend, auch die Schauspieler (vor allem Noomi Rapace als beherzte Archäologin und Michael Fassbender als edler Roboter) überzeugen.

Leider kann sich  Prometheus allerdings nie entscheiden, ob nun wissenschaftliche Neugier oder religiöse Sehnsucht gepriesen werden sollen, auch der Genremix aus Drama, Action, Mystik und Horror bleibt unausgegoren. Das fällt besonders negativ ins Gewicht, weil sich dieser Science-Fiction-Thriller an die ganz großen Fragen heranwagt: Woher kommen wir? Wodurch ist unsere Natur geprägt? Werden wir dem gerecht, was sich unsere Erschaffer von uns erwartet haben? Welchen Wert hat das, was wir selbst an die Welt weitergeben?

Dabei gelingen ein paar spannende Gedanken, so wird beispielsweise das Verhältnis von Schöpfern und Geschöpfen hier nicht nur im Blick auf Gattungen und Populationen betrachtet, sondern auch im Blick auf die Generationen, als Konflikt zwischen Vorfahren und Nachkommen, Eltern und Kindern. Insgesamt bleibt der Überbau aber krude, und daran krankt Prometheus am meisten: An keiner Stelle können die pseudo-philosophischen Dialoge mit der beeindruckenden Ästhetik mithalten.

Bestes Zitat:

„Wenn man etwas erschaffen will, muss man vorher etwas zerstören.“

Der Trailer zum Film.

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