Draufgeschaut: Schlussmacher


Film Schlussmacher

Szene aus Schlussmacher mit Matthias Schweighöfer und Milan Peschel

Paul (Matthias Schweighöfer, rechts) wird Thorsten (Milan Peschel) nicht los.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2013
Spielzeit 110 Minuten
Regie Matthias Schweighöfer
Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer, Milan Peschel, Catherine de Léan, Nadja Uhl, Heiner Lauterbach
Bewertung

Worum geht’s?

Paul arbeitet für einen Trennungs-Service: Für alle, die es nicht selbst übers Herz bringen, mit dem Partner Schluss zu machen, übernimmt er das Überbringen der traurigen Botschaft. Bald könnte er die Marke von 1000 Trennungen in nur einem Jahr knacken, was ihm eine Beförderung einbringen würde. Er gerät jedoch an einen ziemlich schwierigen Fall: Thorsten will einfach nicht wahrhaben, dass Kati nichts mehr von ihm wissen will. Er ist völlig aufgelöst und droht, sich umzubringen, wenn Paul sich nicht um ihn kümmert. Der stellt ihn kurzerhand als Fahrer ein. Gemeinsam starten sie die Tour, bei der Paul die verbliebenen Kunden bis zur 1000. Trennung abfertigen will. Der ebenso romantische wie kuschelbedürftige Thorsten ist dabei allerdings ein großes Hindernis. Und die Tatsache, dass Paul neuerdings

Das sagt shitesite:

Die Bandbreite der Nebenrollen ist ein guter Gradmesser für die Qualität von Matthias Schweighöfers zweiter Regiearbeit: Es gibt ein paar witzige Auftritte (Schweighöfers eigene Mama als Gattin eines cholerischen russischen Patriarchen), ein paar überflüssige (Detlev Buck als Pfarrer) und ein paar misslungene (Badesalz als Hotelangestellte).

Zwischen diesen Parametern bewegt sich die Qualität der Gags in Schlussmacher, leider mit einem Überhang auf der miesen Seite. Die Tatsache, dass der Film im Kern eine romantische Komödie ist, bewahrt Drehbuchautor Doron Wisotzky nicht davor, reichlich brachiale Witze über Dicke, Lesben und Fürze einzubauen. Es ist dieser Hang zum Platten und Schäbigen, der den Film (gemeinsam mit dem großzügigen Gebrauch von Product Placement) ruiniert.

Dabei wäre hier durchaus mehr drin gewesen. Zum einem ist Schweighöfers Regie viel besser als in seinem Erstlingswerk What A Man. Zum anderen ist die Ausgangsidee der Story durchaus guter Komödienstoff. Nicht zuletzt stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, wie sie später ja auch in Der Nanny nachgewiesen haben. Mit etwas mehr Fokus auf diesem Duo und etwas weniger Bekenntnis zum Alleroffensichtlichsten hätte Schlussmacher ein sehr großer Spaß werden können.

Bestes Zitat:

„Es gibt so viele Leute, die unglücklich sind in ihrer Beziehung. Ich helfe ihnen, wieder glücklicher zu werden, glücklich zu sein, irgendwann. Weißt du auch, warum sie unglücklich sind in ihrer Beziehung? Weil sie alle so hohe Erwartungen haben, so hohe Ansprüche an die Liebe. Die große wahre Liebe – die gibt es nur im Märchen.“

Der Trailer zum Film.

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