Draufgeschaut: Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben


Film Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben

Stirb langsam 5 Kritk Rezension

John (Bruce Willis) und sein Sohn Jack (Jai Courtney) müssen sich durch Moskau kämpfen.

Originaltitel A Good Day To Die Hard
Produktionsland USA
Jahr 2013
Spielzeit 98 Minuten
Regie John Moore
Hauptdarsteller Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch, Julia Snigir, Radivoje Bukvic
Bewertung

Worum geht’s?

John McClane, ein altgedienter Cop aus New York, hat schon lange nichts mehr von seinem Sohn Jack gehört, als er die Nachricht bekommt: Der Junior ist in Russland und steckt dort mächtig in Schwierigkeiten. Also macht er sich auf den Weg nach Moskau und landet mitten in einer Verschwörung: Viktor Chagarin, der angehende starke Mann im Land, will seinen ärgsten Widersacher Yuri Komarov ausschalten. Komarov droht damit, eine brisante Akte zu veröffentlichen, die illegale Machenschaften von Chagarin aufdecken und ihn zu Fall bringen könnten. Im Gerichtsverfahren, das ihm bevorsteht und in dem Jack einer der Zeugen sein soll, will Komarov auspacken. Gleich zum Prozessauftakt wird allerdings ein spektakulärer Anschlag auf den Dissidenten verübt. Das Attentat schlägt fehl, stattdessen können Jack und sein mittlerweile in Moskau eingetroffener Vater die Gelegenheit nutzen, Komarov zu entführen. John McClane erfährt: Sein Sohn arbeitet für die CIA und hat seit Jahren schon den Auftrag, Komarov in Sicherheit zu bringen. Das ist allerdings alles andere als einfach, denn Vater und Sohn haben nun die gesamte russische Staatsmacht gegen sich – und auch Komarov scheint bald sein ganz eigenes Spiel zu spielen.

Das sagt shitesite:

Eine geschlagene halbe Stunde lang wird in Stirb Langsam – Ein guter Tag zum Sterben fast nichts anderes gemacht, als bei einer wilden Verfolgungsjagd über die Moskauer Straßen dutzende Autos zu zerstören – und das auch noch, ohne dass es sonderlich spektakulär wirkt oder gar Spannung aufkommt. Dieser Auftakt ist typisch für den fünften Teil der Reihe um John McClane: Der Film ist in erster Linie eine stumpfe Materialschlacht.

Der Held ist noch das Beste in diesem Film. Bruce Willis, zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 57 Jahre alt, spielt mit dem Verfall, den man ihm mittlerweile ansieht, ist aber eindeutig weiterhin mit Abstand der härteste Typ in diesem Film. Dass er gelegentlich wie eine Karikatur der stilprägenden Figur wirkt, die er mit John McClane nun einmal geschaffen hat, liegt nicht an ihm, sondern an dem miserablen Umfeld, in dem er sich bewegt. Seine Gegner sind völlig blass und austauschbar, Jai Courtney ist als sein Sohn weit davon entfernt, in seine Fußstafen treten zu können. Falls Stirb langsam – ein guter Tag zum Sterben der Versuch gewesen sein sollte, einen Generationenwechsel einzuläuten und die Reihe somit über den Action-Ruhestand von Bruce Willis hinaus in die Zukunft zu retten, dann ist das komplett gescheitert.

Freilich hätte auch eine bessere Besetzung nicht retten können, was hier sonst alles nicht stimmt: Die Story ist platt, die Gags sind lau und die Stunts sind so unglaubwürdig (und oft genug als Computeranimationen zu erkennen), dass es weh tut. Wo die Stirb Langsam-Reihe sonst für coole Charaktere, flotte Sprüche und überraschende Action stand, sind bloß noch Klischees geblieben: der private Vater-Sohn-Konflikt gegen die weltpolitisch bedeutende Intrige, Sentimentalität gegen Härte, Russland gegen USA – das ist alles so altbacken und reißbrettartig, dass es einer Beleidigung für den Titel Stirb langsam gleichkommt. Es kann nach diesem Murks eigentlich nur einen Grund geben, noch einen weiteren Film um John McClane zu machen: Die alles in allem sehr ehrenwerte Reihe hat etwas Besseres verdient, als mit diesem Tiefpunkt zu enden.

Bestes Zitat:

„Wisst ihr, was ich an Amerika so hasse? Eigentlich alles!“

Der Trailer zum Film.

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