Draufgeschaut: Stirb langsam – Jetzt erst recht


John McClane (Bruce Willis, rechts) und Zeus Carver (Samuel L. Jackson) werden von einem Erpresser durch New York gejagt.

John McClane (Bruce Willis, rechts) und Zeus Carver (Samuel L. Jackson) werden von einem Erpresser durch New York gejagt.

Film Stirb langsam – Jetzt erst recht
Originaltitel Die Hard With A Vengeance
Produktionsland USA
Jahr 1995
Spielzeit 131 Minuten
Regie John McTiernan
Hauptdarsteller Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Jeremy Irons, Graham Greene
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Mit dieser Rache hatte John McClane nicht gerechnet: Der Bruder eines Gangsters, den der Polizist im Einsatz getötet hatte, meldet sich bei der Polizei in New York. Er droht, in der ganzen Stadt Bomben hochgehen zu lassen, wenn McClane nicht genau das tut, was er ihm befiehlt. Das erwischt die Cops völlig auf dem falschen Fuß: McClane ist eigentlich suspendiert und muss erst von seinem Chef begnadigt werden, bevor er wieder offiziell in den Einsatz darf. Dann wird er zunächst zum Getriebenen im perfiden Spiel des Erpressers – und ahnt schließlich, dass er bloß für ein Ablenkungsmanöver missbraucht wird.

Das sagt shitesite:

Der Anfang von Stirb langsam – Jetzt erst recht ist nicht nur deshalb so stark, weil er die legendäre Szene von Bruce Willis mit dem „I hate niggers“-Transparent mitten in Harlem zu bieten hat. Er hebt auf durchaus ironische Weise den Helden auch sogleich in die höchste denkbare Position: Selbst verkatert, unmotiviert und angeekelt von der Inkompetenz seiner Bosse ist John McClane noch immer ein besserer Cop als alle anderen zusammen. Und nicht zuletzt führt der Beginn von Stirb langsam – Jetzt erst recht auch gleich einen weiteren wichtigen Protagonisten dieses Films ein: New York. Der Stau und der Central Park, Harlem und Manhattan, der Heldenmut der Cops und Feuerwehrleute (auch wenn die Staubwolken hier aus der U-Bahn kommen und das World Trade Center noch steht) – auch ihnen setzt der Film ein Denkmal.

Die Brücke zum ersten Teil von Stirb langsam wird dann zwar nur leidlich plausibel geschlagen. Aber dafür gibt es eine originelle Schnitzeljagd, die gerade deshalb so spannend ist, weil sie gar nicht im Sinn hat, das Rätsel hinter den einzelnen Aufgaben aufzulösen, sondern sich scheinbar aus purem Sadismus speist. Dass der Bösewicht dabei in der ersten Dreiviertelstunde des Films gar nicht zu sehen ist, erhöht ebenfalls die Spannung von Stirb langsam – Jetzt erst recht.

Als Jeremy Irons dann endlich nicht nur sprechen, sondern auch spielen darf, bekommt der Actionfilm noch einmal eine ganz neue Qualität. Der Coup, den der ominöse Erpresser hier plant, ist höchst originell – von einer fast absurd perfiden Bosheit, und doch perfekt geplant. Irons ist ein mindestens ebenbürtiger Gegner für Bruce Willis. Mit ihrem scheinbar unbeteiligten Spiel liefern sie sich ein sehr unterhaltsames Duell, das quasi alleine den gesamten Film trägt.

Bestes Zitat:

„Wer jagt denn ein Kaufhaus in die Luft? – Du hast wohl noch nie Frauen beim Schlussverkauf erlebt!“

Der Trailer zum Film:

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