Draufgeschaut: The Nines


Film The Nines − Dein Leben ist nur ein Spiel

The Nines Kritik Rezension

Ryan Reynolds spielt in „The Nines“ drei verschiedene Hauptfiguren.

Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 99 Minuten
Regie John August
Hauptdarsteller Ryan Reynolds, Melissa McCarthy, Hope Davis, Elle Fanning
Bewertung

Worum geht’s?

Gary ist ein erfolgreicher Schauspieler, gerät aber in eine Krise, als seine Freundin ihn verlässt. Im Drogenrausch schrottet er sein Auto und wird zu Hausarrest verurteilt. Seine PR-Agentin bringt ihn im Haus eines Drehbuchautors unter, der für Filmarbeiten im Ausland ist. An die Auflagen der Polizei soll sich Gary streng halten, schließlich steht wegen der schlechten Schlagzeilen nach seinem Verkehrsunfall seine Karriere auf dem Spiel. Bald bekommt er aber den Eindruck, er werde hinters Licht geführt, auch seine neue Nachbarin Sarah bestätigt ihn in diesem Verdacht. In zwei weiteren Episoden variiert der Film dieses Geschehen.

Das sagt shitesite:

Die Idee von The Nines ist reizvoll: Der Film besteht aus drei Episoden mit dem jeweils gleichen Ensemble und einer ähnlichen Konstellation. Hauptdarsteller Ryan Reynolds ist einmal Schauspieler, einmal Drehbuchautor, einmal ein Entwickler von Computerspielen. In jeder dieser Rollen hat er es mit vergleichbaren Konflikten zu tun: Er erhält mysteriöse Hinweise, befürchtet ein doppeltes Spiel, weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann, und zweifelt schließlich an seinem eigenen Verstand.

Diverse Methoden der Manipulation werden von John August, der in The Nines zum ersten Mal Regie führt, durchexerziert, der Film stellt auch recht interessante Fragen rund um das Thema Autorschaft, und zwar anhand eben diesen Ausprägungen der Hauptfigur (Filmemacher, Computerspiel-Programmierer), inklusive der Verantwortung für die selbst geschaffenen Geschöpfe und der Gefahr von Allmachtsfantasien, die eine solche Position mit sich bringt.

Allerdings verzettelt sich der Film dabei vollkommen, wobei die vermeintliche Lösung auch bei mehrfachem Anschauen nicht weniger hanebüchen wird: Gary/Gavin/Gabriel wird zu Beinahe-Gott, einem Avatar oder einem Psychiotiker, die einzelnen Handlunsgebenen kreuzen sich kurz, dazu kommen Mystery-Elemente und Science-Fiction-Ästhetik, Halluzinationen und Zahlenmystik, Kritik am Filmgeschäft und Metaphysik. Das soll vielschichtig und tiefgründig sein, ist aber einfach bloß konfus.

Bestes Zitat:

„Er ist Schauspieler – er braucht Zuschauer! Wenn er niemanden hat, der ihm zuschaut, existiert er nicht.“

Der Trailer zum Film.

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