Draufgeschaut: The Wrestler 1


Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) war einmal ein großer Wrestling-Star.

Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) war einmal ein großer Wrestling-Star.

Film The Wrestler
Produktionsland USA
Jahr 2008
Spielzeit 105 Minuten
Regie Darren Aronofsky
Hauptdarsteller Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood
Bewertung ****

Worum geht’s?

Randy „The Ram“ Robinson hat in den 1980er Jahren große Erfolge als Wrestler gefeiert. Doch viel geblieben vom Ruhm ist nicht: Er lebt in einem Trailer-Park, schlägt sich mit Aushilfsjobs durch und badet im Glanz vergangener Tage und in der Anerkennung der jüngeren Kollegen, wenn er am Wochenende bei Wrestling-Events in der Provinz in den Ring steigt. Sich jahrelang zur Freude des Publikums vermöbeln zu lassen, hat allerdings seine Spuren hinterlassen: Randys Herz schwächelt, der Arzt empfiehlt ihm dringend, seine Karriere zu beenden. Für Randy ist das Anlass, sein Leben in Ordnung zu bringen. Er besucht seine erwachsene Tochter, die er jahrelang vernachlässigt hat, und er will die Stripperin Cassidy für sich gewinnen. Beides gestaltet sich schwierig – und Randy gerät in Versuchung, sich seine Erfolgserlebnisse auf Kosten seiner Gesundheit lieber wieder als Wrestler zu holen.

Das sagt shitesite:

The Wrestler ist nicht so sehr ein Sportfilm als eher ein Psychogramm. Mickey Rourke ist die Verkörperung eines alten Traums von unverwundbarer Virilität. Doch der körperliche Verfall macht ihm zu schaffen und knabbert mächtig an seinem Ego. Mehr noch setzt ihm aber die Einsamkeit zu. Gekonnt wird dabei in The Wrestler mit ebenso subtilen wie überraschenden Kontrasten gearbeitet: Randys bescheidene Träume von einer heilen Familienwelt werden der Scheinwelt des Wrestling gegenüber gestellt, das mit seiner Mischung aus Kampfsport und Clownerie die sicher amerikanischste aller Sportarten ist. Das scheinbar harte Business der Profi-Catcher entpuppt sich zudem als große Familie, in den zwischenmenschlichen Beziehungen außerhalb dieses Milieus trifft Randy aber fast immer nur auf Unbarmherzigkeit. Groß wird seine Figur (und seine schauspielerische Leistung) dabei vor allem dadurch, dass er immer um die eigene Verantwortung für diese Situation weiß – bis zum bitteren Ende.

Bestes Zitat:

„Die Welt da draußen ist der einzige Ort, an dem ich verletzt werden könnte.“

Der Trailer zum Film:


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