Draufgeschaut: Unschuld


Film Unschuld

Simone (Nadeshda Brennicke) wird heftig vom frechen Matte (Jacob Matschenz) umworben.

Simone (Nadeshda Brennicke) wird heftig vom frechen Matte (Jacob Matschenz) umworben.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2008
Spielzeit 90 Minuten
Regie Andreas Morell
Hauptdarsteller Nadeshda Brennicke, Kai Wiesinger, Leslie Malton, Ronald Kukulies, Young-Shin Kim, Tobias Oertel, Luise Berndt, Jacob Matschenz, Aylin Tezel
Bewertung

Worum geht’s?

Ein Rockstar wird von einer Stalkerin terrorisiert. Eine Prostituierte will vor ihrem Zuhälter fliehen. Ein Busfahrer trifft auf eine geheimnisvolle Fremde, die er beinahe überfahren hätte. Eine Polizisten lebt mit einem kriminellen Fotografen zusammen. In diesem Episodenfilm, vage angelehnt an ein Drama von Arthur Schnitzler, werden ihre Beziehungen unmerklich miteinander verknüpft.

Das sagt shitesite:

Es wird wenig gesprochen in diesem Film, und sehr lange bleibt der Zuschauer im Dunklen hinsichtlich der Frage, wie die Figuren und Erzählstränge von Unschuld zusammenhängen. Dieser Mix aus subtiler Zurückhaltung und fast provokantem Mut ist die Stärke des Films. Denn so können sich die Schicksale entfalten und die Gemeinsamkeiten dieser Protagonisten nach und nach offenbaren.

Alle sind in Unschuld wie geschockt von ihren eigenen Gefühlen, sie wirken beinahe, als seien sie ihnen wehrlos ausgeliefert. Keiner ist hier wirklich Herr über sich selbst. Alle lügen oder verschweigen etwas – und dieser Mix aus Verunsicherung und Intensität kann schon einmal dazu führen, dass banale Hartnäckigkeit mit flammender Leidenschaft verwechselt wird.

Wohl auch deshalb zeigt der Episodenfilm seine Figuren immer wieder vor dem Spiegel: Sie versuchen, sich zu erkennen, zu vergewissern, einen klaren Blick zu bekommen. Aber sie sind gefangen in dem Wahn, dass irgendeine Begegnung womöglich den Mensch, den Moment, die Liebe bringen könnte, die alles verändert.

Bestes Zitat:

“Entschuldige, wenn du gedacht hast, ich liebe dich. Das wollte ich nicht.”

Der Trailer zum Film:

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