Draufgeschaut: Verführerisches Spiel


Film Verführerisches Spiel

Verführerisches Spiel Film Kritik Rezension

Bob (Waldemar Torenstra) sucht Ruhe, findet aber ein Verbrechen.

Originaltitel Zomerhitte
Produktionsland Niederlande
Jahr 2008
Spielzeit 96 Minuten
Regie Monique Van De Ven
Hauptdarsteller Waldemar Torenstra, Sophie Hilbrand, Jeroen Willems, Johan Leysen
Bewertung

Worum geht’s?

Als Fotoreporter ist Bob Griffioen oft in den Krisengebieten der Welt unterwegs, doch davon hat er erst einmal genug. Bei seiner letzten Recherche im Kriegsgebiet von Afghanistan kam seine Freundin ums Leben, er selbst wurde ebenfalls verletzt. Sein neuer Auftrag, ein Jahr nach dem Attentat, wirkt deutlich beschaulicher: Auf der holländischen Urlaubsinsel Texel soll er sich als Naturfotograf betätigen und insbesondere die einmalige Vogelwelt der Gegend für ein Magazin einfangen. Als er am Strand die Studentin Kathleen kennen lernt, erkennt er in ihr ebenfalls ein reizvolles Fotomotiv. Doch nicht nur der Flirt mit ihr sorgt dafür, dass es mit der Ruhe für Bob bald vorbei ist: Kathleen scheint reichlich finstere Freunde zu haben und in ein kriminelles Netzwerk verstrickt zu sein, das der Journalist daraufhin aufdecken will. Die Frage, welcher Art seine Beziehung zu Kathleen eigentlich ist, drängt sich damit in den Vordergrund – und der Fotograf gerät erneut in Lebensgefahr.

Das sagt shitesite:

Auf die Idee muss man auch erst einmal kommen: Verführerisches Spiel ist tatsächlich ein Erotikthriller über das posttraumatische Belastungssyndrom. Wer das für einen gewagten Einfall hält, kann hier erleben, wie man ihn möglichst misslungen umsetzt: Es gibt kaum Spannung, so viele arg konstruierte Zufälle, dass von Plausibilität keine Spur mehr bleibt, blasse Hauptdarsteller und schlichte Botschaften.

Gefahr lauert überall und ist auch dann noch anziehend, wenn man ihr eigentlich aus dem Weg gehen will – das soll wohl die Erkenntnis sein, die zuerst Bob sich eingestehen muss und die dann den Horizont des Zuschauers erweitern soll. Doch dieser Gedanke wird viel zu inkonsequent inszeniert: Bob und Kathleen schwanken zwischen Begehren und Misstrauen, ohne dass die Sprünge in diesem Verhältnis, das sich gleich mehrfach um 180 Grad wendet, nachvollziehbar wären. Dazu gibt es platte Dialoge auf Seifenoper-Niveau: „Ich habe dir Dinge erzählt, die ich noch niemandem erzählt habe. Und du nutzt mich einfach aus.“

Selbst der einzige Pluspunkt von Verführerisches Spiel ist letztlich nicht überraschend in einem Film, dessen Hauptfigur schließlich ein Fotograf ist: Der Film bietet viele schöne Bilder, sowohl in den ausgiebigen Nacktszenen als auch bei den Landschaftsaufnahmen der Insel.

Bestes Zitat:

„Vielleicht bin ich nicht dein Typ? – Ich kenne dich gar nicht.“

Der Trailer zum Film.

 

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