Draufgeschaut: Was nicht passt, wird passend gemacht


Film Was nicht passt, wird passend gemacht

Werner Wiesenkamp (Dietmar Bär) hat Ärger mit der Belegschaft.

Werner Wiesenkamp (Dietmar Bär) hat Ärger mit der Belegschaft.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2002
Spielzeit 97 Minuten
Regie Peter Thorwarth
Hauptdarsteller Dietmar Bär, Ralf Richter, Stefan Jürgens, Hilmi Sözer, Willi Thomczyk, Peter Thorwarth, Alexandra Maria Lara
Bewertung

Worum geht’s?

Auf einer Baustelle kommt der polnische Schwarzarbeiter Marek ums Leben. Kalle, Kümmel und Horst lassen die Leiche verschwinden und erpressen damit ihren Chef, den Bauunternehmer Werner Wiesenkamp. Was der nicht ahnt: Seine Mitarbeiter haben den Unfall nur inszeniert, um ihn übers Ohr zu hauen und sich für die schlechte Bezahlung zu rächen. Viel mehr als vom Chef sind sie allerdings vom Architekturstudenten Phillipp genervt, der ein Praktikum bei ihnen absolvieren soll – und nebenbei noch die Tochter des Poliers anbaggert. Als dann auch noch eine Fliegerbombe in der Baugrube auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Das sagt shitesite:

„Eine Hand wäscht die andere“ ist nicht nur eine mehrfach geäußerte Floskel in Was nicht passt, wird passend gemacht, sondern praktisch das Lebensprinzip in diesem Film (und in den beiden anderen Teilen der Unna-Trilogie).

Zwar werden die Konflikte auch hier recht holzschnittartig gezeichnet, aber wie im Vorgänger Bang Boom Bang und Goldene Zeiten wird das durch skurrile Figuren und viel Lokalkolorit wettgemacht. Für Horst und seine Kollegen ist anpacken so wichtig wie rumalbern, tricksen so essentiell wie faulenzen. Auf Akademiker wie Phillipp haben sie keine Lust, auf politisch-korrekte Spießer wie die Auftraggeber für den chaotischen Hausbau schon gar nicht. Effektive Unternehmensführung wie in der Firma von Werners Bruder und auf der Baustelle nebenan kann ihnen ebenfalls gestohlen bleiben.

Dass man es auch zwei bis drei Karrierestufen weiter oben nicht so genau nimmt mit Disziplin und Gesetzestreue, beweist ihr Firmenboss Werner, der gerne auf großem Fuß leben will, obwohl seine Firma fast pleite ist. Wenn er am Ende beinahe im Stile von Michael Douglas in Falling Down ausrastet, ist das der beste Moment von Was nicht passt, wird passend gemacht und entschädigt auch für einige Kalauer und die blöde Idee von Regisseur Peter Thorwarth, mit der Figur des schnöselhaften Phillipp auch noch eine der Hauptrollen selbst zu übernehmen.

Bestes Zitat:

„Mann, Mann, Mann! Die Trommel ist zum Kühlen da. Aber so was lernt ihr auf eurer Uni ja nicht.“

Der Trailer zum Film.

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