Draufgeschaut: Zombieland


Film Zombieland

Zombieland Rezension Kritik

Tallahassee (Woody Harrelson) und Columbus (Jesse Eisenberg, rechts) leben in einer Welt der Untoten.

Produktionsland USA
Jahr 2009
Spielzeit 88 Minuten
Regie Ruben Fleischer
Hauptdarsteller Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Emma Stone, Abigail Breslin, Amber Heard, Bill Murray
Bewertung

Worum geht’s?

Ein Virus hat dafür gesorgt, dass in weiten Teilen der USA die Zombies regieren. Einer der wenigen, die noch nicht infiziert sind, ist ein schüchterner Student aus Texas. Er wurde vor allem deshalb noch nicht erwischt, weil er ein extrem vorsichtiger Stubenhocker ist. Als sich aber selbst seine attraktive Nachbarin in eine Untote verwandelt, erkennt er: Er muss etwas unternehmen. Er will sich auf den Weg nach Ohio machen und hofft, dort seine Eltern finden zu können – im besten Falle noch als echte Menschen, nicht als wandelnde Leichen. Auf dem Weg dahin trifft er einen durchgeknallten Draufgänger, später gabelt das ungleiche Duo auch noch zwei Mädchen auf. Weil Namen keine Bedeutung mehr haben in Zombieland, benennen sie sich nach ihren Heimatstädten. So reisen Columbus, Tallahassee, Wichita und Little Rock durch Zombieland, ohne klares Ziel, ohne rechtes Vertrauen zueinander und ständig in Gefahr, als begehrtes Frischfleisch ihrer einstigen Landsleute zu enden.

Das sagt shitesite:

Mit der Frage, woher der unheimliche Virus kommt, der die USA heimsucht, hält sich Zombieland gar nicht erst auf. Stattdessen gibt es von der ersten Einstellung an ganz viel Sarkasmus und reichlich Splatter. Schon nach drei Minuten ist man ein großer Fan dieses Films, und auch danach verbleibt man in diesem seltenen Hochgefühl, das sich nur einstellt, wenn ein Kinofilm viel Witz, große Unterhaltung und reichlich Pointen (in den Dialogen und im Handlungsverlauf) vereint.

Zombieland profitiert nicht nur von seinen beachtlichen Tricks, cleveren Zitaten, einem unvergesslichen Gastauftritt von Bill Murray oder dem sehr geschickten Einsatz der Grafiken, in denen die Überlebens-Ratschläge von Columbus eingefangen werden. Vor allem ist es die Freude am Surrealen, die den Film auszeichnet. Ohne erkennbaren Grund wird da plötzlich ein Banjo gespielt (und dann zur Selbstverteidigung genutzt) oder ein Laden in einer Zerstörungsorgie zerlegt, der ausgerechnet die Kunst amerikanischer Ureinwohner verkauft. Auch eine Vorliebe für schnell verderbliche Gebäckspezialitäten spielt eine wichtige Rolle.

Nicht zuletzt nimmt Zombieland mit viel Augenzwinkern und Intelligenz die Hollywood-Standards auf die Schippe, von vermeintlichen Sentimentalitäten, die den permanenten Kampf gegen Armeen von Zombies unterbrechen, über eine Beinahe-Liebesgeschichte bis zum höchst spektakulären Action-Finale. Regisseur Ruben Fleischer, zuvor als Werbefilmer aktiv, hat hier tatsächlich ein ultimatives Entertainment-Paket geschnürt.

Bestes Zitat:

„Ich war immer mehr der Einzelgänger. Ich habe die Menschen schon wie Zombies gemieden, bevor sie Zombies waren.“

Der Trailer zum Film.

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