End Of Watch


Film End Of Watch

End Of Watch Review Kritik

Die Officers Brian Taylor (Jake Gyllenhaal, links) und Miguel Zavala (Michael Peña) sind in einer harten Gegend im Einsatz.

Produktionsland USA
Jahr 2012
Spielzeit 109 Minuten
Regie David Ayer
Hauptdarsteller*innen Jake Gyllenhaal, Michael Peña, Anna Kendrick, Natalie Martinez, Cody Horn
Bewertung

Worum geht’s?

Brian und Miguel sind Kollegen beim LAPD, sogar mehr als das: Sie sind Partner und Freunde. Dass sie sich hundertprozentig aufeinander verlassen können, ist auch notwendig in ihrem Revier: Sie gehen in South Central zusammen auf Streife, einer der härtesten Gegenden der Stadt, die von Drogen, Armut und Gewalt geprägt ist. Insbesondere die Rivalitäten zwischen afroamerikanischen und hispanischen Gangs des Viertels halten sie in Atem. So sehr sie versuchen, für Recht und Ordnung zu sorgen, so leicht geraten sie dabei zwischen die Fronten. Neben den blutigen Bandenkriegen gehören auch vernachlässigte Kinder und häusliche Gewalt zu den regelmäßig zu bearbeitenden Delikten. Für etwas Ablenkung sorgt neben dem Privatleben auch Brians Vorhaben, ihre Einsätze für eine Studie zu filmen. Im Scherz agieren er und seine Kolleg*innen vor der Kamera so, als würden sie ihre eigene Fernsehserie produzieren. Als Brian und Miguel bei einem vermeintlichen Routineeinsatz aber erst einen Menschenhändler-Ring entdecken und dann den Machenschaften eines mächtigen mexikanischen Kartells in die Quere kommen, sind sie mehr denn je in Gefahr: Die Gangster setzen ein Kopfgeld auf die beiden Polizisten aus.

Das sagt shitesite:

Die drei größten Stärken von End Of Watch sind schnell benannt. Erstens sind Michael Peña und Jake Gyllenhaal ein stark aufspielendes und sehr gut harmonierendes Duo. Den Nervenkitzel bei Verfolgungsjagden nimmt man ihnen ebenso ab wie den Tratsch über Frauengeschichten, das Miteinander-Bangen und Füreinander-Einstehen ist ebenso glaubwürdig wie die Zuneigung und der Stolz bei gegenseitigen Einladungen zu Familienfeiern. Zweitens ist die Kameraarbeit von Roman Vasyanov aufregend und innovativ: Die Idee mit der Studie, an der Brian arbeitet, nutzt er, um immer wieder auf Amateurfilm-Ästhetik zu setzen, die wackelig, schnell und ganz nah dran ist. Das trägt erheblich zur dritten Stärke des Films bei, nämlich seiner Authentizität. Auch durch den Verzicht auf einen echten Plot oder einen zentralen Konflikt bekommt End Of Watch einen fast dokumentarischen Charakter. Das Geschehen wirkt zunächst wie ein Kaleidoskop, erst nach und nach wird über die einzelnen Einsätze die Beziehung zwischen Brian und Miguel klarer, ebenso die Spezifika ihres Reviers und die Zusammenhänge der einzelnen Straftaten.

Harte Männer, harte Worte, harte Kämpfe: Wer so etwas will, wird hier wunderbar bedient. Vulgäres Fluchen gehört ebenso dazu wie eindrucksvolle Waffen und ein Ethos, in dem Kameradschaft, Pflichtgefühl und altmodische Moralvorstellungen viel wichtiger sind als Dienstvorschriften, Aktenarbeit oder eine professionelle Vor- und Nachbereitung für jeden Einsatz. Respekt erarbeiten sich Brian und Miguel sowohl, wenn sie Kinder todesmutig aus einem brennenden Haus retten, als auch, wenn sie bei einer Schlägerei ein Auge zudrücken.

Zumindest den Hauch von Tiefgang neben all des Testosterons und Adrenalins bekommt End Of Watch durch seinen Blick auf das hier vorgelebte Verständnis von Männlichkeit: Jeder Mann ist ein Pulverfass, jeder Einsatz ein potenzielles Massaker – und für die Spannung des Films und die Intensität in der Beziehung der beiden Cops sorgt dennoch auch eine Angst, die sie sich beide nicht eingestehen wollen.

Bestes Zitat:

„Hier in Southend erleben wir mehr Abenteuer während einer einzigen Schicht als andere Cops in ihrer ganzen Karriere.“

Der Trailer zum Film.

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