Air – „The Virgin Suicides“ 5


Künstler Air

Nach dem Soundtrack zu urteilen, muss „The Virgin Suicides“ eine Mischung aus „La Boom“ und Horrorfilm sein.

Album The Virgin Suicides
Label Source
Erscheinungsjahr 2000
Bewertung

„Original motion picture score, produced, composed and performed by Air“, heißt der Untertitel. Solche Stilsicherheit ist man von Nicolas Godin und Jean-Benoit Dunckel gewohnt. Das Video zur liebreizenden Single Playground Love ist wieder einmal ein Glanzstück, das Album-Artwork an Coolness kaum zu übertreffen. Die beiden inneren Seiten des Booklets sind komplett schwarz.

Das passt durchaus zur Musik. Playground Love ist nämlich der einzige Track, der den Moon Safari-Stücken und ihrer Sommerlichkeit ähnelt. Ansonsten bietet dieser Soundtrack reichlich Herbst. Höchstens.

Clouds Up, Cemetary Party, Ghost Song, Empty Town, Dead Bodies oder Suicide Underground heißen die Stücke, selten erreichen sie die 3-Minuten-Marke, noch seltener so etwas wie eine liedhafte Struktur. Sounds statt Songs.

Düster, gespenstisch und morbid geht es zu, und es ist kalt wie in der Leichenhalle. Hier gibt es rückwärtslaufende Dark Messages mit Psychopathen-Vibraphonen, Zombie-Orgeln mit Schlachtermesser-Harfen (Dirty Trip) und Amokläufergitarren mit Streichern aus dem Reich der Toten (Afternoon Sister).

Das alles ist höchst geheimnisvoll, aber schwer hörbar. The Virgin Suicides muss ein seltsamer Film sein: eine Mischung aus La Boum, Schulmädchenreport und Blair Witch Project.

Das von Sofia Coppola gedrehte Video zu Playgroud Love:

Air bei MySpace.


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