Blood Red Shoes – „Water“ 1


Künstler Blood Red Shoes

Die Energie ihrer US-Tour wollten Blood Red Shoes auf "Water" einfangen.

Die Energie ihrer US-Tour wollten Blood Red Shoes auf „Water“ einfangen.

EP Water
Label V2
Erscheinungsjahr 2013
Bewertung

Manche Bands machen erst einmal ausgiebig Urlaub, wenn sie von einer Tour kommen. Manche genießen es, zuhause rumzugammeln und das Geld zu zählen, dass sie auf der Konzertreise eingenommen haben (mit Platten verdient man ja nichts mehr). Manche suchen angestrengt nach einem Plan, wie sie ihren Sänger loswerden können, weil sie noch eine Tour mit diesem arroganten Pisser nicht aushalten werden.

Nicht so die Blood Red Shoes. Die gehen am Ende einer Tour sofort wieder ins Studio. Als sie die US-Shows mit The Gaslight Anthem beendet hatten, nutzten Laura Mary Carter und Steven Ansell die Gelegenheit, endlich einmal mit Produzent John Congleton (The Roots) zusammenzuarbeiten. Geplant war das schon lange, und außerdem fühlten sich Blood Red Shoes wie im kreativen Rausch, wie Steven Ansell erklärt: „The songs themselves are some of the most out-and-out rock riffs we’ve ever written, inspired a lot by driving around the USA and pure badass rock n roll immediacy – they’re much looser, faster and less considered than In Time To Voices and we wanted to capture that feeling and not make it too perfect.“

Aus diesem Statement spricht genau der Enthusiasmus, der auch das Ergebnis auszeichnet: Die Water EP zeigt Blood Red Shoes so inspiriert wie immer, aber noch ein bisschen wilder und ursprünglicher.

Nach kurzem Rauschen beginnt Red River mit einer Explosion, und danach lässt der erste von drei Tracks verstehen, warum einige Menschen in den Südstaaten Rock’N’Roll noch immer für die Musik des Teufels halten. Wenn diese Fuzz-Attacke rund um die Zeile „Take me back home“ sich dem Ende nähert, muss sich ihrer Meinung sogar beinahe anschließen, so feurig und lüstern ist Red River.

Danach legt Black Distractions ein sagenhaftes Tempo vor. Vor allem das Schlagzeug ist irre: Man möchte wetten, dass bei den Aufnahmen in Dallas die eine oder andere Trommel draufgegangen ist. Idle Hands setzt zum Schluss auf ein noch tolleres Riff und viel Druck. So fies wie dieses Lied möchte Marilyn Manson gerne klingen, aber er schafft es nicht – egal, wie viel Make-Up und Gesangseffekte er einsetzt.

Unterm Strich zeigt die Water EP: Man liebt Blood Red Shoes, weil man Rock liebt. Und in diesen neuneinhalb Minuten steckt mehr Adrenalin als in der gesamten bisherigen Karriere von Mumford & Sons.

Wilde Eindrücke von der US-Tour gibt es auch im Video zu Red River:

Homepage der Blood Red Shoes.


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