Hingehört: James Walbourne – „The Hill“


Mit "The Hill" wagt sich James Walbourne aus dem Hintergrund ins Rampenlicht.

Mit „The Hill“ wagt sich James Walbourne aus dem Hintergrund ins Rampenlicht.

Künstler James Walbourne
Album The Hill
Label Heavenly
Erscheinungsjahr 2011
Bewertung **

Er ist der Mann im Hintergrund. James Walbourne, Anfang 30, hat sich als Gitarrist einen mehr als guten Namen gemacht. Er zählt seit 2003 zum Ensemble der Pernice Brothers, stand mit den Pogues und Pretenders auf der Bühne, sogar mit Jerry Lee Lewis. Nun legt James Walbourne mit The Hill, benannt nach dem Stadtteil Muswell Hill in seiner Heimat London, sein erstes eigenes Album vor.

The Hill klingt, wie man das von einer Session-Größe erwarten dufte: Auf dem Album regiert die Könnerschaft. Mit vielen tollen Gitarrensounds, ein paar hübschen Melodien und prominenten Mitstreitern wie Jim Keltner (Drums) und Ivan Neville (Keyboards) wird das ganze Spektrum von Blues bis Country, von Rock bis Bluegrass abgesteckt. Pete Droge (The Hill, Northern Hights) oder die Rembrandts (Road) können als Bezugspunkte dienen. Wenn es besonders entspannt (und ein bisschen melancholisch) wird, wie bei Fool, dann könnte das auch zu den Counting Crows passen.

James Walbourne liefert zarte Balladen wie den gelungenen Rausschmeißer BBC, Lo-Fi-Blues namens Cocaine Eyes, entführt mit dem Waiting Room Blues ganz stilecht in eine Honky-Tonk-Bar oder verleiht Sailed In The Seas ein heiteres Folk-Gewand mit Flöten und Banjo.

Was hier allerdings fehlt, ist Inspiration. Praktisch alle Lieder sind nett, aber belanglos. Auch Walbournes etwas dünne Stimme und die banalen Texte taugen nicht, um aus diesem Debütalbum etwas Besonderes zu machen. Somit bleibt The Hill eine Platte für alle, denen es bei Musik vor allem darum geht, dass sie handgemacht ist.

Hier steht James Walbourne ganz klar nicht im Hintergrund: Das Video zum Titelsong The Hill:

James Walbourne bei MySpace.

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