Hingehört: Jojo – „The High Road“


Jojo zeigt sich auf "The High Road" als erschreckend frühreifes Talent.

Künstler Jojo
Album The High Road
Label Edel
Erscheinungsjahr 2006
Bewertung **1/2

Es sei alles zu wenig und komme viel zu spät, schimpft Jojo auf ihrer ersten Single. Auf die 15-Jährige, die eigentlich Joanna Levesque heißt, trifft eher das Gegenteil zu: Jojo hat bereits einen Nummer-1-Hit in den Billboard-Charts, eine Nominierung für die MTV Video Music Awards und eine Kinorolle in Die Chaoscamper vorzuweisen.

Dass dies keineswegs bloß Ergebnis eines geschickt vermarkteten Lolita-Effekts ist, macht ihr tatsächlich schon zweites Album The High Road deutlich. „Mit diesem Album werde ich den Leuten zeigen, was wirklich in mir steckt“, kündigt sie an. Und in der Tat: Zackigen Beyoncé-Pop wie The Way You Do Me hat sie ebenso souverän drauf wie ganz sanfte, verspielte Stücke (Like That, I Can Take You There) und vage an Avril Lavigne erinnernde Pubertätshymnen wie Exceptional.

Am stärksten ist sie allerdings beim Titelstück oder Note To God, beides Aretha-Franklin-Nummern mit sanftem Fender-Rhodes-Sound. Am Ende singt sie besagte Single Too Little Too Late dann auch noch auf Spanisch. Beängstigend, was sie alles schon kann. Und ein bisschen unsympathisch.

Eher ein Fall von zu viel, zu früh: Der Clip zur Single Too Little, Too Late:

Jojo bei MySpace.

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