Hingehört: „Kontor – House Of House“


Ein Sampler mit House, von Detroit bis Frankreich.

Künstler Diverse
Album Kontor: House Of House
Label Kontor
Erscheinungsjahr 2006
Bewertung **1/2

Wer genug Red Bull getrunken hat, um zweieinhalb Stunden nonstop auf einer House-Party tanzen zu können, der findet mit dem neuesten Sampler des Kontor-Labels den passenden Soundtrack. Kontor: House Of House liefert auf zwei CDs einen aktuellen Überblick über das Genre, von Detroit bis nach Frankreich, von satten Four-To-The-Floor-Stampfern bis hin zu poppigen Vocal-Tracks.

Mit Armand Van Helden, Spiller, Tom Novy oder den Basement Jaxx sind einige Stars der Szene vertreten, doch die Highlights liefern andere: By My Side von Flanders (toller Name!) ist ein wirbelwindiger Hit im Moloko-Stil. Michael Grays Borderline geht fast noch mehr ins Ohr als in die Beine. Wonderland Avenue schicken ein ziemlich faszinierendes White Horse ins Rennen, Sixty-9 vs. Discodrive zaubern einen irren Rainbow in den Himmel und Rocco Nocera führt eine ziemlich spektakuläre Reaction herbei.

The Eggs Walking Away ist minimalistisch, steckt aber trotzdem voller guter Ideen. Supermode lassen in Tell Me Why zwei Hits von Bronski Beat so verschmelzen, als hätten die schon immer zusammengehört. Die Stimme von Valeska lässt Easy von Trick & Kubic recht sexy werden. Kurd Mavericks The Rub hat eine gekonnte Daft-Punk-Dramatik.

Das Tracklisting ist etwas lieblos, so dass die Sache erst gegen Ende der ersten CD langsam in Schwung kommt, die zweite Scheibe ist dann aber ein echtes Vergnügen. Auf einer guten Party hebt sich der DJ die Kracher eben auch für den Schluss auf. Denn da kommen bekanntlich die besten Gäste.

Supermode verschmelzen in Tell Me Why tatsächlich Bronski Beat mit Bronski Beat:

Kontor Records bei MySpace.

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