Hingehört: Meshell Ndegeocello – „The World Has Made Me The Man Of My Dreams“ 2


Meshell Ndegeocello ist noch immer voller Ehrgeiz, aber nie reißerisch.

Künstler Meshell Ndegeocello
Album The World Has Made Me The Man Of My Dreams
Label Universal
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung **

Ich bin ja eine treue Seele. Wer der Welt einmal ein Lied geschenkt hat wie Wild Night (Meshell Ndegeocellos Zusammenarbeit mit John Mellencamp), der hat erst einmal ein Stein im Brett. Das führt natürlich nicht so weit, den Weg von Meshell Ndegeocello komplett weiter zu verfolgen. Schließlich macht sie Jazz. Aber wenn man der Bass-Virtuosin dann zufällig einmal wieder begegnet, dann ist das eine durchaus angenehme Überraschung.

Und so hat ihr siebtes Album The World Has Made Me The Man Of My Dreams auch einige erfreuliche Momente. Das hochpolitische The Sloganeer setzt auf Breakbeats und einen Bass, der wie ein Berserker daher kommt. Virgo und Elliptical sind charmant verträumt, Lovely, Lovely und Blacknuss entwickeln sich zu einem musikalischen Abenteuerspielplatz, wie es ihn mit so viel Wille zur Freiheit sonst fast nur bei Björk gibt.

Vieles hier ist derart ambitioniert, doch Meshell Ndegeocello macht nie den Fehler, reißerisch zu werden oder sich zum Protzen hinreißen zu lassen. Neben den nach wie vor beeindruckenden Bass-Fähigkeiten sticht auch ihre Stimme hervor, die der Platte eine angenehme Wärme gibt. Dennoch: Die meisten Stücke erlangen nie eine Bedeutung, die über den Moment hinaus geht. Nichts ist zwingend oder bleibend. Das Problem: Es gibt hier einfach zu viel Musik, aber zu wenige Songs. Schließlich macht sie Jazz.

Auch ganz schön ambitioniert: Ein Fan-Video zu Sloganeer:

Meshell Ndegeocello bei MySpace.


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