The Beatles – „Past Masters, Volume Two“ 4


Künstler The Beatles

"Past Masters 2" bietet das Spätwerk der Beatles - fast ohne Spinnertes.

„Past Masters 2“ bietet das Spätwerk der Beatles – fast ohne Spinnertes.

Album Past Masters, Volume Two
Label Emi
Erscheinungsjahr 1988
Bewertung

Der zweite Teil der grandiosen Past Masters widmet sich den Jahren 1965 bis 1970. Gleich der Auftakt ist der Wahnsinn: Day Tripper und We Can Work It Out, als Doppel-A-Seite zeitgleich mit Rubber Soul veröffentlicht, aber gar nicht auf dem Album drauf. Dazu das nicht aufzuhaltende Paperback Writer mit der ebenso gelungenen B-Seite Rain, die erstmals eine rückwärts laufende Strophe enthält.

Weiterhin bleiben die B-Seiten enorm spannend: The Inner Light (Flipside zu dem ohnehin perfekten Lady Madonna), aufgenommen von indischen Musikern in Bombay, bevor Harrison – zurück in England – seine Vocals drübergesungen hat. The further one travels / the less one knows.

Erstaunlicherweise wurde einer der Beatles-Klassiker schlechthin, nämlich Hey Jude, nicht in der Abbey Road, sondern in den Trident-Studios in Soho aufgenommen. Wenig erstaunlich hingegen: ein first take. Die dazugehörige B-Seite Revolution war bei Erscheinen gerade einmal drei Wochen alt. Und das alles ohne Internet!

Großartig auch Get Back, das genauso wie die B-Seite Don´t Let Me Down mit Billy Preston am Klavier live aufgenommen wurde. The Ballad Of John And Yoko müsste eigentlich The Ballad Of John And Paul heißen, denn die zwei haben das Tück im Alleingang aufgenommen: Paule an Drums, Bass und Klavier; John mit Gitarren und Gesang. Ebenso wie die B-Seite Old Brown Shoe durchaus dylanesk.

Von einem Wohltätigkeitssampler für den WWF ist Across The Universe entnommen. Lennons Gesang klingt hier fast so zerbrechlich wie auf den später ausgegrabenen Real love und Free As A Bird-Aufnahmen.

Eine erstaunlich lange Entstehungszeit hatte Let It Be: Im Januar 1969 angefangen und über ein Jahr später bei der letzten Beatles-Aufnahmesession überhaupt komplettiert. Noch länger (nämlich fast drei Jahre) haben sie an der dazugehörigen B-Seite You Know My Name (Look Up The Number) gearbeitet. Immer mal wieder ausgegraben und verändert, gelängt, gekürzt, in die Schublade getan. Brian Jones spielt drauf Saxofon. Wer hätte es nicht getan?

Die schlimmen Folgen von Glasnost: Der sowjetische Marinechor singt Let It Be, live in Cardiff, 1989:

Die Beatles bei MySpace.


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