Interview mit Viktor & The Blood


Aus dem Mando-Diao-Universum sind Viktor & The Blood hervorgegangen. Foto: Benameur Promotion

Aus dem Mando-Diao-Universum sind Viktor & The Blood hervorgegangen. Foto: Benameur Promotion

Nach Mando Diao und Sugarplum Fairy sind Viktor & The Blood die nächste Gang, die aus Borlänge loszieht, um die Rock’N’Roll-Welt zu erobern. Eine EP und eine Tour mit The Sounds haben Viktor Norén, Jonas Karlsson (ehemals Sugarplum Fairy) und Samuel Giers (ehemals Mando Diao) bereits hinter sich. Übermorgen erscheint Apocalypse Right Now, das Debütalbum des Trios, und verspricht laut Selbstauskunft der Band „kompromisslosen Rock mit harten Kanten“. Ich habe die Jungs gefragt, wie sie ihren Siegeszug genau planen – und was eigentlich mit dem Grundwasser in Borlänge passiert ist, dass das Städtchen geschätzte 1,34 Rockstars pro Einwohner hervorbringt.

Warum machen Viktor & The Blood die Welt zu einem besseren Ort?

Weil es niemals genug Bands auf der Welt geben kann. Vor allem: nicht genug gute Bands. Musik ist wichtig, weil sie den Menschen Kraft verleiht, und weil sie dafür sorgt, dass die Leute zurechnungsfähig und positiv bleiben. Außerdem sind wir das einzige Trio in ganz Europa, das richtig harten Rock spielen kann, ohne deshalb nach Metal zu klingen. Jedenfalls hoffen wir das.

Euer erstes Lebenszeichen war die EP Viktor & The Blood. Was reizt euch am EP-Format?

Es macht einfach mehr Spaß, ein paar Lieder auf einmal rauszubringen als nur eine einzige Single. Das ist ein Beleg für Kreativität, und dass man an seine eigene Schaffenskraft glaubt.

Wo ich herkomme, tun Mütter alles, um ihre Söhne davon abzuhalten, wenn sie plötzlich die seltsame Idee haben, Rockstars zu werden. Sie sollen lieber etwas Vernünftiges lernen, heißt es dann. Aus euren Familien sind jetzt schon Mando Diao, Sugarplum Fairy und Viktor & The Blood hervorgegangen. Was zur Hölle läuft eigentlich falsch im Hause Norén und Giers?

Unsere Mütter haben uns immer unterstützt, in allem, was wir getan haben. Außerdem lieben sie selbst Musik. Wahrscheinlich sehen sie das so: Musik zu machen in einer Band, die eigenen Lieder vor einem großen Publikum zu spielen und damit um die Welt zu reisen, das ist „etwas Vernünftiges“.

Eure Reisen um die Welt haben mit The Sounds angefangen, für die ihr Ende 2013 als Vorband gespielt habt. Was war euer seltsamstes Erlebnis auf dieser Tour?

In Prag kam jemand mitten auf der Straße auf uns zu und hat uns eine gekochte Kartoffel angeboten, die er extra zubereitet hatte. Wir haben aber abgelehnt: Wir hatten gerade gegessen.

Euer erstes Album wird Apocalypse Right Now heißen. Nehmen wir mal an, die Apokalypse käme wirklich im nächsten Moment über uns: Welches Lied, welche Person und welchen Film würdet ihr denn nach der Zerstörung der Welt am meisten vermissen?

Wir würden unsere nächste Single sehr vermissen, weil sie dann niemand mehr hören könnte, obwohl wir sehr, sehr stoz darauf sind. Wir würden unseren Produzenten Jacob Hellner vermissen, weil er ein toller Musikschaffender ist. Und die zweite Staffel der schwedischen Fernseh-Show Bron, weil wir die letzte Folge davon noch nicht gesehen haben. Andererseits wären wir wohl ziemlich froh, dass wir als einzige überlebt haben.

Viktor & The Blood gibt es im Februar live zu erleben:

21.02.14 – Berlin/Lido

23.02.14 – Köln/Luxor

24.02.14 – Frankfurt/Batschkapp

27.02.14 – München/Ampere

28.02.14 – Hamburg/Knust

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